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Drei Jahre vor der Heim-WM : Russland trennt sich von Capello

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Die Zeit der Erfolgslosigkeit kostet Fabio Capello den russischen Trainerstuhl Bild: dpa

Aus und vorbei: Fabio Capello ist nicht mehr Trainer der russischen Nationalmannschaft. Der Italiener wird für die schwache WM 2014 und die Krise in der EM-Qualifikation verantwortlich gemacht.

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          Der italienische Fußballtrainer Fabio Capello ist nicht mehr Coach der russischen Nationalmannschaft. Das teilte der russische Fußballverband (RFS) am Dienstag mit. Demnach habe man sich mit dem 69-Jährigen auf eine einvernehmliche Auflösung des Vertrages geeinigt. Laut dem Internetportal „R-Sport“ soll Capello dafür eine Abfindung in Höhe von 15 Millionen Euro kassieren.

          „Die Russische Fußball Union bedankt sich herzlich bei Fabio Capello für seine Arbeit als Cheftrainer und wünscht ihm Erfolg in seiner zukünftigen Karriere“, schrieb der RFS auf seiner Homepage. Seit 2012 war Capello russischer Nationaltrainer und sollte die Mannschaft auch noch glanzvoll durch die Heim-Weltmeisterschaft 2018 führen. Der Italiener hatte erst im Januar 2014 seinen Vertrag entsprechend verlängert.

          Doch schon nach der WM 2014 in Brasilien war der Trainer nicht mehr unumstritten. Mit einem 0:1 gegen Belgien sowie zwei 1:1 gegen Südkorea und Algerien schied seine Mannschaft bereits nach der Vorrunde aus und verpasste das Viertelfinale damit deutlich. Seitdem gelangen den Russen nur noch zwei Pflichtspiel-Siege gegen Liechtenstein und Montenegro. Letzteres wurde nach 69 Minuten beim Stand von 0:0 aufgrund von Randalen der Fans aus Montenegro abgebrochen und im Nachhinein von der Uefa für Russland gewertet.    

          Acht Punkte nach sechs Spielen stehen bei den Russen auf dem Konto der EM-Quali. Nach der 0:1 Niederlage gegen Österreich am 14. Juni entlud sich dann die Wut der Fans, die begannen, Geld für Capellos Ablöse zu sammeln. Als Nachfolger des Italieners ist ZSKA Moskau-Trainer Leonid Sluzki im Gespräch.

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