https://www.faz.net/-gtl-a7v4r

Niederlage bei Man United : Pokal-Aus verschärft Krise bei Liverpool

  • Aktualisiert am

Nicht nur Rhys Williams ist nach dem Aus von Liverpool enttäuscht. Bild: dpa

Es ist der nächste schwere Rückschlag für den FC Liverpool. Der englische Fußballmeister verliert mit 2:3 bei Manchester United und scheidet aus dem FA Cup aus. Die Lage bei den „Reds“ wirkt zunehmend düster.

          1 Min.

          Der kriselnde englische Fußballmeister FC Liverpool hat im Pokal den nächsten Rückschlag erlitten. Die Reds unterlagen am Sonntag im FA Cup mit 2:3 (1:1) beim Erzrivalen Manchester United und verpassten den Einzug ins Achtelfinale. Zuvor hatte der FC Chelsea trotz eines verschossenen Elfmeters von Timo Werner die nächste Pokalrunde erreicht. Auch Leicester City und Manchester City sind weiter.

          Für Liverpool, das in der Premier League seit fünf Spielen sieglos ist, verschärft sich damit die Krise. Mohamed Salah (18./58. Minute) beendete im Old Trafford zwar die Torflaute der Reds, doch gegen den konterstarken Premier-League-Tabellenführer Man United genügten seine beiden Treffer nicht. Mason Greenwood (26.), Marcus Rashford (48.) und der eingewechselte Bruno Fernandes (78.) mit einem perfekten Freistoß schossen die Gastgeber ins Achtelfinale. Damit setzt sich die Pokal-Misere von Liverpool unter Klopp fort. Unter dem früheren BVB-Coach kam der Meister noch nie über das Achtelfinale hinaus.

          Eine Woche zuvor war das Ligaduell zwischen den beiden Spitzenteams in Anfield torlos geblieben. Im Pokal spielten beide Mannschaften nun deutlich offensiver und lieferten sich eine unterhaltsame Partie mit guten Chancen auf beiden Seiten. Am Ende hätte die Klopp-Elf sogar noch höher verlieren können. Edinson Cavani hätte in der 89. Minute für Man United alles klarmachen können, traf aber nur den Pfosten.

          „Wir haben ein paar richtig gute Dinge gezeigt“

          United-Coach Ole Gunnar Solskjaer äußerte sich beim Sender BBC begeistert: „Wir haben ein paar richtig gute Dinge gezeigt.“ Im Achtelfinale empfangen die Red Devils am 10. Februar West Ham United. Nationalspieler Timo Werner gewann mit Chelsea, steckt aber weiter im Formtief. Die Blues siegten mit 3:1 (2:1) gegen den Zweitligaverein Luton Town. Tammy Abraham (11./17./74.) traf dreimal für die überlegenen Londoner. Hingegen scheiterte Werner mit einem späten Strafstoß, den er selbst herausgeholt hatte, an Luton-Torwart Simon Sluga. Leicester City erreichte das Achtelfinale nach einem Rückstand beim starken Zweitligaverein FC Brentford aus London und gewann mit 3:1 (0:1).

          Am Samstag hatte Manchester City mit einer B-Elf einen 3:1 (2:1)-Sieg bei Viertligaklub Cheltenham Town erkämpft. Der krasse Außenseiter Cheltenham hatte nach einer Stunde sogar geführt. „Ich hab mir keine Gedanken gemacht, als wir 0:1 zurücklagen“, versicherte City-Trainer Pep Guardiola, „wir hatten von der ersten Minute an gute Chancen.“ Phil Foden (81.), Gabriel Jesus (84.) und Ferlan Torres (90.+4) nutzten sie schließlich auch und verhinderten eine Pokal-Blamage.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Arbeiten schon lange erfolgreich zusammen: der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (links) und Nathanael Liminski (rechts)

          CDU-Vorsitzender : Laschets Vertraute

          Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident ist jetzt Bundesvorsitzender der CDU – und hat noch einiges vor. Auf wessen Rat hört er?
          Wer suchte den Kontakt zum Gesundheitsminister? Jens Spahn vergangene Woche im Bundestag

          Konsequenzen aus Masken-Affäre : Ein Kodex und Spahns heikle Liste

          Mit Verhaltensregeln und einem „Sanktionsregime“ will die Unionsfraktion auf die Vorwürfe gegen Nikolas Löbel und Georg Nüßlein reagieren. Für Unruhe könnte eine Ankündigung des Gesundheitsministers sorgen.
          Britische Zeitungen am Tag nach dem Interview.

          Harry und Meghan : Rassismus bei den Royals?

          Eine familiäre Seifenoper hat sich in eine kleine Staatsaffäre verwandelt. Wenn sich sogar Boris Johnson äußern muss, wurde tatsächlich eine „Atombombe gezündet“.
          Streitbarer Genosse: Wolfgang Thierse

          Streit über Thierse-Beitrag : Wie „verqueer“ ist die SPD?

          Im Streit über einen F.A.Z. Beitrag von Wolfgang Thierse zur Identitätspolitik hat die SPD-Vorsitzende versagt. In normalen Zeiten hätte eine souveräne Parteiführung zu einer Debatte auf neutralem Boden eingeladen. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.