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Integration und DFB : Cacau wehrt sich gegen Kritik

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In der Kritik für seine Arbeit als Integrationsbeauftragter: Cacau Bild: EPA

Vier Jahre lang war Cacau als Integrationsbeauftragter des DFB tätig. Kritik an seinem Umgang mit dem Thema Rassismus wie im Fall Özil weist er zurück – genau wie Spekulationen über die Gründe seines Ausscheidens.

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          Der ehemalige DFB-Integrationsbeauftragte Cacau hat Kritik an seinem Umgang mit dem Thema Rassismus wie im Fall Mesut Özil zurückgewiesen. „Ich habe immer meine Position bezogen und meine Meinung gesagt. Und diese habe ich auch stets zu 100 Prozent öffentlich vertreten, wenn sie meinem Arbeitsauftrag entsprach“, sagte der frühere Nationalspieler im Interview des Internetportals Sport1. „Zu Mesut ist schon alles gesagt worden.“ Sein Aufgabengebiet habe nicht bei der Nationalmannschaft gelegen. „Aus diesem Grund wurde ich daher auch nicht dort gefragt oder eingesetzt“, sagte Cacau, der vier Jahre für den Deutschen Fußball-Bund tätig war.

          Auch den Vorwurf, er habe das Thema Rassismus unterschätzt, lässt er nicht gelten. „Nein, auf gar keinen Fall! Ich bin in Brasilien unter schwierigen Umständen aufgewachsen, wurde diskriminiert und rassistisch beleidigt“, erklärte er. „Doch ich habe mich immer durchgekämpft und bin nach Deutschland gekommen. Ich habe mir diesen Weg in meinem Stil und mit meiner Persönlichkeit erarbeitet.“

          „Es gibt nicht nur schwarz oder weiß“

          Er sei davon überzeugt, dass diese Vita für ihn richtig und wichtig sei, um schwierige Themen zu behandeln und sich zu Wort zu melden. „Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Es gibt immer auch den Mittelweg. Man muss stets aufs Neue abwägen, ob etwas richtig oder falsch ist“, betonte Cacau. „Ich habe mich beim und vom DFB nicht verbiegen lassen.“ Der frühere Bundesligaspieler empfiehlt dem Verband aber auch: „Aus meiner Sicht sollte man sich zu gewissen Themen klarer positionieren.“

          Spekulationen, dass die Tätigkeit für den DFB nicht nur wegen seines Einstiegs in eine Sportagentur und der dadurch entstandenen Nichtvereinbarkeit mit der Satzung des Verbandes beendet wurde, sind laut Cacau unbegründet: „Als mit mir der Satzungsinhalt besprochen wurde, war für mich sofort klar, dass es nicht weitergeht. Es ist doch klar, dass ich juristische Vorgaben akzeptiere.“

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