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Comeback in Niederlanden : Arjen Robben, die Liebe und der „ultimative Traum“

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„Ich habe ja nichts zu verlieren“: Arjen Robben Bild: Picture-Alliance

Arjen Robben ist wieder da! Der frühere Star des FC Bayern trainiert beim FC Groningen und plant sein Fußball-Comeback in seiner Heimat. Zuvor erklärt er, warum er auf den Rasen zurückkehrt.

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          Seine Miene verriet Entschlossenheit, als Arjen Robben im grünen, eng anliegenden Trikot mit der Nummer 10 zum Sprint ansetzte. Erstmals nahm der 36-Jährige am Montag am Training des FC Groningen teil – es war für den kleinen niederländischen Erstligaverein die Nachricht des Tages: „Arjen Robben ist zurück auf dem Platz.“

          Noch in der vergangenen Woche hatte der ehemalige Star von Bayern München sein mit Spannung erwartetes Comeback wegen fehlender Fitness verschieben müssen. Doch nun ist es nach über einjähriger Fußball-Rente endlich soweit – sehr zur Freude von Trainer Danny Buijs. Der bezeichnete es als „ultimativen Traum“, dass der Flügelspieler zu seinem Jugendklub zurückkehrt.

          Robben sprach pathetisch gar von „einer Mission“. Der fußballerische Unterschied zwischen München und Groningen sei zwar „groß, aber darum geht es nicht. Warum ich das tue? Das kann ich mit einem Wort beschreiben: Klubliebe. Ich würde das für keinen anderen Verein machen. Es fühlt sich gut an, wieder zu Hause zu sein“, betonte der WM-Zweite von 2010 bei seiner Vorstellung.

          Doch unter Druck will sich der erfahrene Profi, der in seiner beeindruckenden Laufbahn fast alles gewonnen hat, auf seiner letzten Karrierestation nicht setzen lassen. Zumal ihn sein Körper in den vergangenen Jahren oft genug im Stich gelassen hatte.

          „Wenn es körperlich oder fußballerisch nicht läuft, werden die Leute sagen, er hätte es lieber lassen sollen. Aber warum nicht? Soll ich es deswegen wirklich bleiben lassen? Ich habe ja nichts zu verlieren. Vielleicht ist es in einem Monat vorbei, vielleicht in zwei Jahren“, sagte Robben gelassen. Er habe seine Karriere doch „bereits beendet“, fügte er schmunzelnd an.

          Eben nicht so ganz. Beim Klub aus der Eredivisie hatte er mit zarten 16 Jahren sein Profidebüt gegeben. Robben stammt aus dem zehn Autominuten entfernten Bedum – und jetzt, „nach einer wunderbaren, 18 Jahre langen Abenteuerreise“ über Chelsea, Madrid und München, kehrt er nach Groningen zurück.

          Dort hat Robben, der die Bayern 2013 in Wembley zum Champions-League-Sieg gegen Borussia Dortmund (2:1) geschossen hatte, mit Frau Bernadien und den drei Kindern ein Haus gebaut. Der Klub buhlte seit einem Jahr um den verlorenen Sohn, der zuletzt die F-Jugend des TSV Grünwald am südlichen Münchner Stadtrand trainierte.

          Nun verfolgt der immer noch ehrgeizige Robben wieder eigene Ziele. Am 12. September soll die Saison in der Eredivisie starten, bis dahin will der 36-Jährige bei „100 Prozent“ sein. Ein Anfang ist gemacht.

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