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Eusébio : Der „Schwarze Panther“ wird 70

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Eusebio am Ball: „Er war wie von einem anderen Planeten. Ein Außerirdischer“ Bild: AP

Für viele seiner Landsleute ist er der beste Fußballer, den Portugal jemals hervorgebracht hat; besser als Cristiano Ronaldo, besser als Figo. An diesem Mittwoch wird Eusebio 70.

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          Es ist bald 35 Jahre her, dass Eusébio die Stiefel an den Nagel gehängt hat, an diesem Mittwoch wird der frühere Stürmer, den sie „Schwarzen Panther“ nannten, 70 Jahre alt: Aber für viele seiner Landsleute ist der frühere Stürmer heute noch der beste Fußballer, den Portugal jemals hervorgebracht hat; besser als Cristiano Ronaldo, besser als Figo. „Er war wie von einem anderen Planeten. Ein Außerirdischer“, versichert etwa der angesehene portugiesische Journalist Pedro Vasco in einem Buch. Die Sportzeitung „Record“ schrieb am Wochenende, Eusébio sei ein „Mythos“, der das Land noch heute „mit Stolz und Freude“ erfülle.

          Die Statistiken untermauern die Superlative: Mit der Nationalelf traf der Stürmer in 64 Spielen 41 Mal, für Benfica Lissabon schoss er in 314 Pflichtspielen nicht weniger als 338 Tore. Siebenmal wurde er Torschützenkönig in Portugal. 1968 gewann der 1,77 Meter große Angreifer mit 42 Toren den erstmals vergebenen „Goldenen Schuh“ als bester Torschütze in Europas Ligen. 1973 wiederholte er mit 40 Treffern das Kunststück. 1965 wurde Eusébio zudem zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

          Ein Talentspäher Benficas entdeckte ihn bei Sporting Lourenço Marques, einer Filiale des Erzrivalen Sporting Lissabon. Damit die ungeliebte Konkurrenz ihn nicht noch wegschnappt, wurde der schüchterne junge Mann 1960 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion unter dem Decknamen „Ruth“ nach Lissabon geflogen und vor Vertragsunterzeichnung noch wochenlang versteckt.

          Eusebio führte Portugal bei der WM 1966 auf Rang drei Bilderstrecke
          Eusebio führte Portugal bei der WM 1966 auf Rang drei :

          Seinen Höhepunkt erlebte Eusébio bei der WM 1966 in England, als er mit neun Treffern Torschützenkönig wurde und Außenseiter Portugal auf den dritten Platz schoss. Damals schaltete die „Selecção“ bei ihrer ersten WM-Teilnahme auch Titelverteidiger Brasilien mit Pelé sensationell aus. Legendär ist aber vor allem das Comeback des Teams im Viertelfinale gegen Nordkorea, als die Portugiesen mit vier Toren von Eusébio aus einem 0:3 noch einen 5:3-Sieg machten. Den Stürmer zeichnete vor allem psychische Stärke, Schnelligkeit und ein starker Schuss aus. „Wenn man Ronaldo und Figo zusammentut, dann ergibt das Eusébio“, erklärt Journalist Vasco.

          Feiern wird Eusébio da Silva Ferreira am Mittwoch in seinem Haus in Lissabon nur im kleinen Familienkreis. Noch erholt er sich von einer beidseitigen Lungenentzündung. Er wünscht sich für das neue Jahr deshalb Gesundheit, „damit ich Portugal bei der EM vor Ort unterstützen kann“.

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