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Europa League : Leipzig kämpft gegen das Aus und Kritik

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Vor allem der RB-Sturm um Timo Werner ist beim Spiel gegen Rosenborg BK gefordert. Bild: dpa

Nach der Niederlage gegen den Schwesterklub aus Salzburg steht RB in Trondheim unter Druck. Ein ehemaliger Bundesliga-Profi heizt das Duell mit den Norwegern weiter an. Auch Leverkusen muss eine Niederlage abschütteln.

          RB Leipzig ist beim norwegischen Rekordmeister Rosenborg Trondheim schon zum Punkten verdammt. Nach der 2:3-Heimniederlage gegen RB Salzburg peilt die Mannschaft von Ralf Rangnick am Donnerstag (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei DAZN) in der Gruppe B der Europa League den ersten Sieg an.

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          Die engen Bande zwischen Salzburg und Leipzig stoßen bei Rosenborgs Vorstandsmitglied Rune Bratseth indes weiterhin auf Skepsis. Zwar glaube er nicht an Absprachen zwischen den Klubs, die beide eng mit Red Bull zusammenarbeiten, aber es sei für die zwei Vereine nicht gut, dass jemand denken könnte: Ah, die gehören zusammen, wie sollen die fair gegeneinander spielen?“, sagte der ehemalige Spieler von Werder Bremen in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung. Zuvor hatte Bratseth das Konstrukt bereits gegenüber dem WDR in einem Interview kritisiert: „Die Leute denken nach, wenn sie gegeneinander spielen und fragen, was passiert, wenn der vorletzte Spieltag ist und vielleicht brauchen beide einen Punkt?“ Für den 57-Jährigen ist die Sache klar, „die arbeiten zusammen, anders kann man das nicht nennen. Von diesem Zusammenhang kommt man nicht weg“.

          Beim Spiel in Norwegen ist vor allem die Leipzigs Offensive gefragt. Denn der niederländische Rosenborg-Coach Rini Coolen setzt als ehemaliger Verteidiger verstärkt auf die Abwehr. Für Ralf Rangnick nicht wirklich ein Problem. Denn neben dem schnellen Timo Werner, der es bislang (nur) auf zwei Saisontreffer brachte, verbuchten seine Sturmkollegen Yussuf Poulsen und Jean-Kevin Augustin wettbewerbsübergreifend schon jeweils sechs Treffer. Für den Dänen Poulsen ist die Marschroute klar: „Wir wissen, dass wir das erste Gruppenspiel verloren haben, aber wir kommen mit viel Selbstbewusstsein nach Trondheim und wollen den Sieg.“

          Im Mittelfeld muss RB hingegen kurzfristig auf zwei Stammspieler verzichten. Kevin Kampl und Spielmacher Emil Forsberg traten die Reise ins kalte Norwegen gar nicht erst mit an. „Kevin ist erkältet, da hätte es keinen Sinn gemacht. Gott sei Dank hat er kein Fieber. Emil hat noch leichte Adduktorenprobleme, dürfte zum nächsten Spiel aber wieder fit sein“, sagte Rangnick.

          Auch wenn Trondheim vor heimischer Kulisse gegen deutsche Klubs immer das Nachsehen hatte, erwartet Rangnick in Norwegen keine leichte Aufgabe: „Wir haben Trondheim intensiv beobachtet, es ist eine Mannschaft, die stark vom spielerischen Ansatz kommt. Sie versuchen immer über das Fußballerische zu kommen, für hiesige Verhältnisse ist es eine spielstarke Mannschaft.“

          Leverkusen spielt gegen den Bundesliga-Frust

          In Gruppe A Bayer Leverkusen und Trainer Heiko Herrlich stehen unter Druck. Der Saisonverlauf der Werkself-Fußballer ist überaus durchwachsen. In der Bundesliga nimmt Bayer lediglich Tabellenposition 14 ein. Zuletzt verspielten die Rheinländer gegen Borussia Dortmund einen Zwei-Tore-Vorsprung und verloren mit 2:4. In der Europa League allerdings gelang dem Herrlich-Team zum Auftakt der Gruppenphase ein 3:2-Erfolg bei Ludogorez Rasgrad in Bulgarien.

          „Wir wollen nach dem Spiel sechs Punkte haben“, sagte Herrlich vor der zweiten Europacup-Partie an diesem Donnerstag (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei DAZN) gegen Zyperns Pokalsieger AEK Larnaka. Bei einem Erfolg könnten die Leverkusener vorzeitig für die K.o.-Phase planen. Torhüter Lukas Hradecky machte klar, dass ein Sieg gegen Larnaka vor allem für die Psyche von Bedeutung ist: „Für den Kopf wäre es wichtig, zu gewinnen.“

          Die personelle Lage ist angespannt. Charles Aránguiz, Julian Baumgartlinger, Panagiotis Retsos und Joel Pohjanpalo sind Langzeitausfälle. Gegen Larnaka plant Herrlich mit Karim Bellarabi in der Startelf. In der Liga ist der 28 Jahre alte Rechtsaußen für denAuftritt am Sonntag beim SC Freiburg noch gesperrt. Auch der leicht angeschlagene Rechtsverteidiger Mitchell Weiser soll einsatzbereit sein. „Er hat am Dienstag voll trainiert. Ich bin optimistisch“, sagte Herrlich.

          Volles Stadion in Frankfurt

          Eintracht Frankfurt setzt nach dem „Geisterspiel“ bei Olympique Marseille in der Heimpartie der Europa League am Donnerstagabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League sowie bei DAZN und Nitro) gegen Lazio Rom besonders auf die 47.000 Zuschauer in der ausverkauften Commerzbank-Arena. „Die Hütte wird voll sein, die Fans werden zu 100 Prozent hinter uns stehen“, meinte Eintracht-Profi Marco Russ, der den verletzten David Abraham in der Innenverteidigung ersetzen wird. „Aus diesem Grund glaube ich auch, dass wir mit den Fans im Rücken gewinnen können“, so der Abwehrspieler weiter. Nach dem 2:1 in Marseille würde ein weiterer Erfolg in der Gruppe H die Tür zur K.o.-Runde erheblich öffnen.

          Trainer Hütter schätzt Lazio stärker ein als Marseille. „Lazio ist eine große Hürde und eine Mannschaft mit großer Erfahrung„, sagte er. Die Römer seien taktisch sehr diszipliniert und spielten fast immer im klassischen 3-5-2-Spielsystem.

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