https://www.faz.net/-gtl-97az2

Europa League : Polizist stirbt bei Ausschreitungen in Bilbao

  • Aktualisiert am

Rund um die Partie in Bilbao gab es Ausschreitungen. Bild: EPA

Arsenal blamiert sich im eigenen Stadion, kommt in der Europa League aber trotzdem weiter. Auch Atlético Madrid steht im Achtelfinale. Überschattet wird der Spieltag allerdings von einem schlimmen Vorfall in Bilbao.

          2 Min.

          Der FC Arsenal hat das Achtelfinale der Europa League erreicht. Ohne die deutschen Fußball-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi reichte den Gunners gegen Östersunds FK eine 1:2 (0:2)-Niederlage. Das Hinspiel hatten die Londoner 3:0 gewonnen. Der AC Mailand setzte sich am Donnerstagabend gegen Ludogorez Rasgrad 1:0 (Hinspiel 3:0) durch und ist genauso weiter wie RB Salzburg. Die Österreicher schlugen Real Sociedad San Sebastián 2:1 (Hinspiel 2:2).

          Europa League

          Spaniens Tabellenzweiter Atlético Madrid zog ebenfalls in die Runde der letzten 16 Teams ein. Die Mannschaft des diesmal geschonten französischen Starstürmers Antoine Griezmann setzte sich nach einem 4:1 im Hinspiel beim FC Kopenhagen auch im Rückspiel mit 1:0 gegen den Dänen durch.

          Der frühere Mönchengladbacher Trainer Lucien Favre schied hingegen mit OGC Nizza aus. Nach der 2:3-Niederlage im ersten Duell mit Lokomotive Moskau unterlagen die Franzosen auch im zweiten Duell auswärts mit 0:1. Igor Denisow (30.) erzielte das Tor für die Gastgeber. Nizzas italienischer Mittelstürmer Mario Balotelli traf zweimal nur die Latte. Im Achtelfinale stehen zudem Lazio Rom (5:1 gegen Steaua Bukarest), Sporting Lissabon (3:3 gegen FK Astana), Olympique Lyon (1:0 beim FC Villareal), Dynamo Kiew (0:0 gegen AEK Athen), Viktoria Pilsen (2:0 gegen Partizan Belgrad) und Olympique Marseille nach einem 3:0 Hinspielsieg und einer 0:1-Rückspielniederlage gegen Sporting Braga.

          Am Tag zuvor war mit ZSKA Moskau (1:0 gegen Roter Stern Belgrad) bereits ein weiteres russisches Team weitergekommen. Zudem machte Zenit St. Petersburg die 0:1-Niederlage bei Celtic Glasgow im Rückspiel mit einem 3:0 locker wett. Spartak Moskau schied gegen Athletic Bilbao dagegen aus. Die Russen siegten zwar 2:1 in Spanien, das reichte nach dem 1:3 im Hinspiel aber nicht mehr.

          Das Spiel im Baskenland wurde von schweren Ausschreitungen überschattet. Dabei kam ein Polizist ums Leben. „Unser Beileid gilt den Kollegen, Freunden und Angehörigen des gestorbenen baskischen Polizisten“, schrieb die Polizei von Bilbao bei Twitter. Athletic Bilbao teilte mit: „Unser größtes Beileid der Familie und den Kollegen des heute gestorbenen Polizisten.“ Der Klub verurteile die Gewalt rund um den Fußball auf das Äußerste. Nach übereinstimmenden spanischen Medienberichten sei der Polizist an einem Herzstillstand gestorben. Wiederbelebungsversuche blieben laut der spanischen Nachrichtenagentur Efe erfolglos.

          Vor dem Spiel waren Fangruppen beider Mannschaften aneinandergeraten. Angeblich hätten sich rund 2000 Anhänger der Russen in der Stadt befunden. Bei den Krawallen wurden mindestens fünf Personen in Gewahrsam genommen. „Wir wissen nicht, ob sie alle Unterstützer von Spartak sind, aber viele von ihnen sind Russen”, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Weiterhin wurden mehrere Menschen verletzt.

          Weitere Themen

          Nationalmannschaft will EM-Quali fix machen Video-Seite öffnen

          Endspurt : Nationalmannschaft will EM-Quali fix machen

          Während der Länderspielphase will die deutsche Mannschaft das Ticket für die Europameisterschaft lösen. Manuel Neuer soll während des ersten Spiels im Tor stehen, bevor am Dienstag Marc-Andre ter Stegen gegen Nordirland in der Startelf ran muss.

          Topmeldungen

          Bahn-Chef Richard Lutz (rechts) und der bisherige Finanzvorstand Alexander Doll

          Führungschaos bei der Bahn : Höchste Eisenbahn

          Zuletzt hatte es noch Hoffnung geben, die Bahn könnte ihre Probleme hinter sich lassen. Doch nun tobt ein Führungschaos in der Chefetage. Das erste Opfer: Finanzvorstand Alexander Doll. Aber der eigentliche Skandal liegt woanders.

          Parteitag der Grünen : Alles scheint möglich

          Die Grünen profitieren enorm von der Debatte über den Klimaschutz. Auf ihrem Parteitag in Bielefeld wollen sie sich inhaltlich trotzdem weiter öffnen. Und eine Frage schwebt über allem: Wird es einen grünen Kanzlerkandidaten geben?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.