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3:1 bei Glasgow Rangers : Leverkusen lässt die Fans im Ibrox-Park verstummen

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Der Türöffner: Havertz verwandelt einen Strafstoß zum 1:0 in Glasgow. Bild: dpa

Bayer Leverkusen verschafft sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in der Europa League – sofern es stattfindet. In Glasgow durften trotz der Coronakrise knapp 50.000 Zuschauer ins Stadion.

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          Im vielleicht letzten Spiel mit Fans für lange Zeit hat Bayer Leverkusen einen verdienten Sieg gefeiert. Im Hexenkessel von Ibrox gewannen die Rheinländer am Donnerstag das Achtelfinal-Hinspiel der Europa League bei den Glasgow Rangers mit 3:1 (1:0). Sie schufen sich damit eine glänzende Ausgangsposition für den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der 2009 eingeführten Europa League - so es denn stattfindet. Die Uefa wird am kommenden Dienstag wohl über die Fortsetzung des Wettbewerbs entscheiden.

          Europa League

          Eine Absage wäre aus sportlicher Sicht bitter für Bayer, denn wie in beiden Spielen der Runde zuvor gegen den FC Porto war die Werkself auch stark ersatzgeschwächt über weite Strecken überlegen und wäre trotz einiger Wackler nach der Pause sicher ein Titelkandidat. Nationalspieler Kai Havertz, wieder Aushilfs-Kapitän und Aushilfs-Stürmer, verwandelte einen per Videobeweis zugesprochenen Handelfmeter zum 1:0 (35.). Charles Aranguiz (67.) und Leon Bailey (88.) schossen die weiteren Treffer, Samuel Edmundson hatte zwischenzeitlich per Kopf verkürzt (75).

          Obwohl in den Bender-Brüdern, den Stürmern Kevin Volland und Lucas Alario, sowie Nadiem Amiri und Daley Sinkgraven sechs Leistungsträger fehlten, versuchte Leverkusen auf dem von langen Regenfällen aufgeweichten Rasens sein Kombinationsspiel von Anbeginn aufzuziehen.

          Trotz mehr als 80 Prozent Ballbesitz in der ersten halben Stunde gelang es den technisch versierteren Gästen nicht, größere Torchancen herauszuspielen. Beim Führungstreffer kam Edmundson der Bayer-Elf entgegen, als er eine Eingabe von Aranguiz mit der Hand zur Ecke abwehrte und der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak nach Konsultation mit dem Videoassistenten auf Elfmeter entschied. Der als Mittelstürmer aufgebotene Havertz ließ sich diese Chance trotz lauter Buh-Rufe der Rangers-Fans nicht entgehen.

          In der Pause hatte Coach Steven Gerrard sein Team offensichtlich richtig heiß gemacht. Plötzlich zeigten sich die Hausherren aggressiver und hatten plötzlich Chancen. Doch der Kolumbianer Alfredo Morelos scheiterte am glänzend reagierenden Bayer-Keeper Lukas Hradecky (55.). Mitten hinein in die beste Phase der Platzherren versetzte ihnen der Chilene Aranguiz mit seinem 2:0 einen kurzen Schock. Doch nach dem Anschlusstreffer war die Kulisse der 47.494 Fans wieder da, trieb ihr Team nach vorn, doch das 3:1 von Baily machte alles klar für die Gäste.

          Bayer verbesserte damit die Bilanz der deutschen Clubs, die zuvor von 22 Europacup-Spielen im Stadion der Rangers bislang nur drei gewonnen hatten. Die Werkself durchbrach damit zugleich die stolze Serie der Schotten, die zuvor 17 Europacup-Heimspiele ungeschlagen geblieben waren.

          Das Rückspiel in einer Woche wird – so es denn stattfinden kann – zu einem Geisterspiel. Leverkusens Coach Peter Bosz stört dies. „Wir sollten nicht ohne Fans spielen. Das fühlt sich nicht richtig an“, sagte der Niederländer, der sich stattdessen für eine Verschiebung der Spiele aussprach. Möglicherweise folgt die Uefa seinem Rat.

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