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4:0 gegen Prag : Leverkusen mit deutschem Tor-Rekord in der Europa League

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Freude über Gruppensieg: Leverkusen bezwingt Prag. Bild: dpa

Auch ohne letzten Einsatz hat sich Bayer Leverkusen den Gruppensieg in der Fußball-Europa-League gesichert. Neben dem Erfolg gegen Tschechiens Meister Slavia Prag gibt es einen Rekord.

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          Nach einem gelungenen Fußball-Abend für Bayer Leverkusen nahm Matchwinner Leon Bailey schon die nächsten Ziele ins Visier. „Gruppenerster zu sein, ist immer gut. Es gibt uns eine gute Chance, noch weiterzukommen. Wir wollen dieses Jahr einige große Dinge schaffen“, verkündete der Stürmer. Mit seinen zwei Treffern in der 8. und 32. Minute hatte der Jamaikaner am Donnerstag den Grundstein für den 4:0 (2:0)-Heimsieg der Leverkusener in der Europa League gegen Slavia Prag und einen Tor-Rekord gelegt.

          Europa League

          Der Tabellenzweite der Bundesliga freute sich durch den Erfolg gegen den ebenfalls für die K.o.-Runde qualifizierten tschechischen Meister über Platz eins in der Gruppe C und damit die Option auf ein vermeintlich leichteres Los in der nächsten Runde im Februar. „Wenn man 4:0 gegen den direkten Konkurrenten gewinnt und Gruppensieger wird, dann ist man zufrieden“, urteilte Trainer Peter Bosz. Und weiter: „Aber ich bin mit der gesamten Gruppenphase zufrieden.“

          Rekord aufgestellt

          Zudem konnte Leverkusen im früh entschiedenen Spiel Kräfte für die anstrengenden letzten Wochen des Jahres sparen. Aus dem Prämientopf der Uefa hat Bayer in der Vorrunde nun 4,35 Millionen Euro verdient.

          Überdies schossen die Leverkusener so viele Treffer wie noch nie ein Bundesligaverein in der Gruppenphase des 2009 eingeführten Wettbewerbs. Mit den insgesamt 21 Toren überbot die Werkself die bisherige Bestmarke von Werder Bremen (2009/10) und Eintracht Frankfurt (2018/19) um drei. Zum internationalen Rekord des SSC Neapel mit 22 Treffern aus der Saison 2015/16 reichte es nicht ganz.

          Das lag auch am 0:1 im Hinspiel in Prag, Bayers bisher einziger Niederlage in 17 Pflichtspielen dieser Saison. Bailey, der nun schon fünf Mal im laufenden Wettbewerb getroffen hat, sowie Moussa Diaby (59.) und Karim Bellarabi (90.+1) sorgten für eine erfolgreiche Revanche. „Es war ein perfekter Abend. Für die Fans, für den Staff, für die jungen Spieler, die ihr Debüt gegeben haben. Es war ein schönes Spiel zum Zuschauen, wir sind Gruppensieger mehr kann man nicht verlangen“, sagte Bailey.

          Leverkusen ohne Gegentore

          Dass Leverkusen kein Gegentor kassierte, konnte vor allem Niklas Lomb freuen. Der 27-Jährige durfte für den geschonten Stammkeeper Lukas Hradecky das Tor hüten und kam damit acht Jahre und vier Tage nach seinem ersten Pflichtspiel für die Bayer-Profis zum zweiten Einsatz.

          Wie Hradecky hatte Bayer-Trainer Peter Bosz auch Youngster Florian Wirtz (17), der am Morgen des Spieltags eine Klausur geschrieben hat, eine Verschnaufpause gegönnt. Doch auch so riss Leverkusen das Spiel direkt an sich und wurde durch Bailey früh belohnt. Nach 26 Minuten hätte es eigentlich schon 2:0 heißen müssen, doch der griechische Schiedsrichter Tasos Sidiropoulos verweigerte dem Treffer von Daley Sinkgraven die Anerkennung. Der Niederländer, für den es das erste Tor im 27. Europacup-Spiel gewesen wäre, stand zwar deutlich nicht im Abseits, doch in der Vorrunde der Europa League ist der Videobeweis noch nicht im Einsatz.

          Fünf Minuten später traf abermals Bailey und diesmal galt der Treffer. Der Jamaikaner traf nach einem Kopfball von Patrik Schick an den Pfosten. Der Tscheche hätte gegen Slavia nur zu gerne getroffen. Der gebürtige Prager wurde in der Jugend von Erzrivale Sparta Prag ausgebildet. Da es Wichtigeres gibt, wechselte Bosz Schick wie auch Bailey zur Schonung in der Halbzeit aus. Das Spiel war nun ausgeglichener, der Bayer-Sieg geriet aber nie in Gefahr. In der letzten Viertelstunde standen in Emrehan Gedikli (17), Samed Onur und Cem Türkmen (beide 18) gleich drei Teenager aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Feld.

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