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Europa League : Hamburger SV gewinnt mit viel Mühe

  • -Aktualisiert am

Synchron: HSV-Stürmer van Nistelrooy und Pieters Bild: REUTERS

Der Hamburger SV hat das Zwischenrunden-Hinspiel in der Europa League gegen den PSV Eindhoven knapp für sich entschieden. Die Labbadia-Elf setzte sich am Donnerstagabend im Heimspiel mit 1:0 durch. Jansen traf aus elf Metern.

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          Ein etwas glücklicher Sieg gegen einen in der zweiten Halbzeit starken Gegner - in Hamburg feierten die Fans am Donnerstagabend die Rückkehr Zé Robertos und das Heimspieldebüt Ruud van Nistelrooys, doch dieses 1:0 des Hamburger SV gegen den PSV Eindhoven war nicht Spielkunst, sondern harter Arbeit zu verdanken. Dank Jansens Treffer vom Elfmeterpunkt in der 26. Minute fährt der HSV zumindest mit einem kleinen Vorsprung zum Rückspiel des Sechzehntelfinales in der Europa League nach Eindhoven nächsten Donnerstag.

          Es war ein zähes Spiel gegen Niederländer, die sich 35 Minuten lang allein auf die Defensive beschränkten. Der HSV war überlegen, doch wieder einmal fehlten Tempo und Direktspiel. So konnte sich Eindhoven immer wieder in aller Ruhe aufstellen, und die Hamburger Angriffe einfach abwarten. Es hatte ja auch niemand erwartet, dass der HSV den ungeschlagenen Tabellenführer der niederländischen Ehrendivision überrennen würde. PSV hat in der ganzen Saison nur einmal verloren - im Pokalwettbewerb 0:3 gegen Feyenoord. In der Europa League hingegen ist Fred Ruttens Mannschaft auch noch ohne Niederlage und hat zudem nur sehr wenige Gegentore eingefangen.

          Zwar tat der PSV eigentlich nichts für das Spiel nach vorn, kam aber doch durch einen etwas abgerutschten Kopfball des ehemaligen Schalkers Orlando Engelaar zur bis dahin besten Chance - Frank Rost im Hamburger Tor wischte den Ball aus dem Winkel (21.). Dann war es wieder einmal der Cleverness Mladen Petrics zu verdanken, dass der HSV zu einem Tor kam: Petric ließ sich im Eindhovener Strafraum sehr gern vom Verteidiger Manolew foulen. Ein kleiner Kontakt genügte Petric zum Sturz und Schiedsrichter Circhetta zum Pfiff. Den anschließenden Elfmeter schoss Marcell Jansen in die Mitte des Tores, Andreas Isaksson sprang nach links: der HSV führte 1:0 (26). Es war der erste Torschuss des HSV.

          Sonderbarer Torjubel: Jansen trifft zum 1:0

          Bremer Niederlage sorgt für gute Laune

          Erst ab der 30. Minute kam Eindhoven besser ins Spiel und deutete an, dass es auch angreifen kann. Der Ball lief ganz flott und kam einmal im Hamburger Strafraum bei Lazovic an, der von Mathijsen getroffen wurde - Circhetta zögerte einen Moment, entschied dann aber auf Abstoß. Da hatte der HSV Glück gehabt. In der Pause sorgte die Nachricht von der Bremer Niederlage in Enschede (siehe: 0:1 in Enschede: Bremen im Rückspiel unter Zugzwang) für gute Laune unter den HSV-Fans unter den 36.000 Zuschauern, und es blieb ja noch die Hoffnung, die ersten Heimminuten Ruud van Nistelrooys zu erleben.

          Nach der Pause kam die typisch deutsch-holländische Fußballrivalität ins Spiel. Kleinere und größere Fouls, Giftigkeiten - endlich bekam der Abend Europapokal-Flair, vor allem, weil der PSV die allzu defensive Haltung endlich aufgab; zuvor aber bange Minuten überstehen musste und sich beim schwedischen Torwart Isaksson bedanken durfte, dass der HSV nicht höher führte: gegen Petric und Rozehnal gleich nach der Pause hielt er stark.

          Van Nistelrooy zum ersten Mal zuhause aktiv

          Dass der HSV wieder eine Bankbesetzung hat, von der man sich etwas erhoffen kann, nachdem viele Verletzte nun zurückkehren, bewies der Wechsel in der 58. Minute, als Zé Roberto nach monatelanger Pause eingetauscht wurde. Sofort kam der HSV wieder besser ins Spiel und drängte auf das zweite Tor.

          Erst recht, als in der 64. Minute der große Moment gekommen war und Starstürmer Ruud van Nistelrooy zum ersten Mal den Rasen der Arena betrat. Die Überlegenheit des HSV gab PSV Kontermöglichkeiten wie in der 75. Minute, als ihr bester Torschütze Ola Toivonen den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Kurze Zeit später vergab noch André Ooijer die Riesenchance zum Ausgleich.

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