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Europa League : Dem VfB Stuttgart bleibt nichts erspart

  • -Aktualisiert am

Eduardo Salvio (links) wird von seinen Mitspielern zum Führungstreffer beglückwünscht Bild: dpa

Der VfB Stuttgart scheitert in der Europa-League an Benfica Lissabon. Nach dem 0:2 im Rückspiel können sich die Schwaben auf den Abstiegskampf konzentrieren. Zu allem Überfluss hat sich der gerade erst zur Nummer eins beförderte Marc Ziegler verletzt.

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          Für den VfB Stuttgart ist das europäische Fußball-Vergnügen seit dem späten Donnerstagabend vorbei. Der stark abstiegsbedrohte schwäbische Bundesligaklub verlor in der Runde der letzten 32 in der Europa League nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel auch das Rückspiel gegen Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon. Das 0:2 durch Treffer von Salvio (30. Minute) und Oscar Cardozo (78.) mutete noch schmeichelhaft an. 26.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena freuten sich bis kurz nach der Pause allein über die starke Torhüterleistung des für Stammtorwart Ulreich in die Elf gekommenen Marc Ziegler. Dann verletzte sich der Keeper bei einem Zusammenprall schwer (49.) und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Für ihn kehrte Ulreich auf seinen Stammplatz zurück und war dem VfB ein ebenfalls guter Rückhalt. Viel mehr aber war von den Schwaben, bei denen unter allen Feldspielern nur der allein torgefährliche Japaner Okazaki überzeugte, nicht zu sehen.

          „Wir wollen einen Akzent setzen“, sagte Labbadia über den Personalwechsel des Abends und gab Ziegler in der Europa League seine erste echte Chance bei den Schwaben. Verzichtete der Trainer gegen Benfica zunächst aus freien Stücken auf Ulreichs Dienste, hätte er die deutschen Nationalspieler Cacau und Tasci gern dabei gehabt - beide mussten wegen Adduktorenproblemen am Donnerstag passen. Am Sonntag, in der wichtigeren Ligabegegnung bei Eintracht Frankfurt, sollen der Stürmer und der Innenverteidiger den Tabellensiebzehnten im alltäglichen Kampf gegen die Abstiegsgefahr wieder unterstützen.

          Der VfB wirkte wie ein heißer Abstiegskandidat

          Bei seinem Torhütertausch, soviel zeigte sich früh, bewies Labbadia ein gutes Händchen. Ziegler bestand bei Gaitáns Heber früh seine erste Prüfung (7.) und gewann danach auch das Duell mit dem auf ihn zustürmenden Coentrao (18.). Gegen Salvios Flachschuss mit links ins rechte Toreck aber war er nach Aimars Eckball und Harniks unglücklicher Kopfabwehr machtlos (30.). Die 1: 0-Führung belohnte die von Anfang an spieltechnisch bessere, in puncto Raumaufteilung, Pressing und Umschaltgeschwindigkeit sogar deutlich bessere Mannschaft. Der VfB wirkte gegen den Lissaboner Schwung bestenfalls wacker und stets bieder - eben so wie ein heißer Abstiegskandidat aus der Bundesliga.

          Stuttgarts Sven Schipplock (r.) im Zweikampf mit Lissabons Sanei (m.) und Fabio Contreao

          Nach der Pause war die Premiere des zweiten Mannes als erster Mann rasch vorbei. Aufs neue hatte Ziegler (48./49.) den VfB mit sehenswerten Paraden vor einem deutlicheren Rückstand bewahrt, ehe er nach der zweiten Rettungstat mit dem nachsetzenden Gaitán zusammenprallte, von dessen Knie hart am Kinn getroffen wurde, kurz ohnmächtig war und dann schwer benommen mit der Trage vom Platz transportiert wurde. Für Ziegler kehrte der zuvor ob seiner Ausbootung „sehr traurige“ Ulreich auf seinen Stammplatz zurück. Auch Ulreich wehrte sich tapfer gegen die unvermeidliche Niederlage, war aber bei Oscar Cardozos kunstvoll ausgeführtem Freistoß zum 0:2 (78.) ohne Chance. Damit war eine einseitige Partie entschieden. Der VfB kann sich ab sofort auf wichtigeres, den Abstiegskampf in der Bundesliga, konzentrieren - Benfica aber hat weiter das Vergnügen, sich hohe Ziele, nämlich den Sieg in der Europa League setzen zu können.

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