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Europa-League-Auslosung : Frankfurts brisantes Duell mit Salzburg

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Die deutsche Frauen-Nationalspielerin Josephine Henning zog das Los „Eintracht Frankfurt“. Bild: Reuters

Vergangene Saison kam die Eintracht bis ins Europa-League-Halbfinale. Nun wartet in der ersten K.o.-Runde ein Gegner aus Österreich. Auch Leverkusen zieht ein namhaftes Los. Wolfsburg trifft auf einen Klub aus Schweden.

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          Für Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter sind die Zwischenrunden-Spiele der Europa League gegen Red Bull Salzburg ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber. Dies ergab die Auslosung am Montag in Nyon. Der Vorjahres-Halbfinalist bestreitet das Hinspiel am 20. Februar im brisanten Duell mit dem österreichischen Fußball-Meister in der Commerzbank-Arena. Das Rückspiel wird eine Woche später steigen. „Auf der einen Seite freue ich mich auf das Wiedersehen mit Salzburg. Auf der anderen Seite ist uns bewusst, dass wir ein schweres Los erwischt haben“, sagte Hütter.

          Der 49-Jährige war in der Saison 2014/15 Chefcoach bei RB Salzburg und gewann den Meistertitel und den Pokal-Wettbewerb. Der Österreicher hatte die Nachfolge von Roger Schmidt angetreten, der zu Bayer Leverkusen wechselte. Trotz des Gewinns des Doubles vereinbarten Hütter und der damalige RB-Sportdirektor Ralf Rangnick eine einvernehmliche Trennung. Alte Bekannte wird auch Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger wieder treffen: Er spielte von 2010 bis 2016 in der Mozartstadt.

          „Salzburg ist ein Hammerlos. Ich freue mich auf dieses Highlight“, sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Es sei ein Topteam, das in der Champions League-Gruppe nur knapp ausgeschieden ist und Spitzenclubs Paroli bieten konnte, sei es Liverpool oder Neapel. „Für unseren Trainer ist es natürlich noch einmal etwas Besonderes“, meinte Hübner. Der Fußball-Bundesligaverein vom Main musste in der Gruppe F bis zum Schluss ums Weiterkommen zittern und erkämpfte sich mit Glück den zweiten Platz hinter dem FC Arsenal und vor Standard Lüttich und Vitória Guimarães. Im letzten Gruppenspiel gegen die Portugiesen verloren die Hessen mit 2:3, kamen aber dank des Unentschiedens im Parallelspiel zwischen Standard Lüttich und Arsenal (2:2) weiter.

          Die Salzburger sind von der Champions League in die Europa League abgestiegen. In der Königsklasse hatten sie – angeführt vom umworbenen Torjäger Erling Haaland – starke Auftritte und nur knapp hinter Titelverteidiger FC Liverpool und dem SSC Neapel Platz drei belegt. Vor zwei Jahren hatte Salzburg Borussia Dortmund in der Europa League ausgeschaltet. „Natürlich wird dieser Powerfußball der Salzburger eine große Herausforderung für uns“, sagte Hübner. „Aber daran messen wir uns und an genau solchen Aufgaben wachsen wir auch.“

          Alle Spiele der Europa League in der Übersicht

          Von der Herrlichkeit des Siegeszuges in der Europa League der vergangenen Saison ist aktuell beim DFB-Pokalsieger von 2018 nicht viel geblieben. 2018/19 hatte die Eintracht als erste deutsche Mannschaft alle sechs Gruppenspiele gewonnen. In der ersten K.o.-Runde setzten sich die Frankfurter gegen den ukrainischen Meister Schachtar Donezk (2:2/4:1) durch. Im Achtelfinale schalteten sie den dreimaligen Uefa-Pokal-Sieger Inter Mailand (0:0/1:0) und in der Runde der letzten Acht Benfica Lissabon (2:4/2:0) aus. Endstation war für die Eintracht das Halbfinale. Nach einem 1:1 gegen den FC Chelsea im Hinspiel verlor der DFB-Pokalsieger von 2018 in London unglücklich mit 3:4 im Elfmeterschießen.

          In der Bundesliga steckt die Eintracht in einer Krise. Nach fünf sieglosen Spielen mit vier Niederlagen und nur einem Punktgewinn rangieren die Frankfurter mit 18 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz und damit sieben Zähler von einem Europa League-Platz entfernt. Zuletzt hatte die Eintracht am Sonntag im 29. Pflichtspiel der Saison mit 0:1 beim FC Schalke 04 verloren. Vor der Winterpause stehen noch die Partien gegen die beiden Tabellenletzten an: Am Mittwoch gegen den 1. FC Köln und am Samstag beim SC Paderborn. „Uns ist die Mehrzahl der Niederlagen zuletzt bewusst. Natürlich möchten wir das ändern und am liebsten in den verbleibenden zwei Spielen vor der Winterpause sechs Punkte holen“, sagte Eintracht-Torwart Frederik Rönnow. „Wir glauben an uns.“

          Leverkusen gegen Porto, Wolfsburg gegen Malmö

          Für Leverkusen geht es nach Portugal. Der 28-malige Meister, der gewöhnlich Dauergast in der Königsklasse ist, hatte diesmal mit der Europa League vorliebnehmen müssen, dort aber als Gruppensieger das Weiterkommen geschafft. In der heimischen Liga ist der Klub Zweiter. Leverkusen war in der Champions League als Gruppendritter ausgeschieden und damit in die Europa League gerutscht. Dort hatte die Werkself schon in der vergangenen Saison gespielt – allerdings mit mäßigem Erfolg. In der Zwischenrunde war gegen FK Krasnodar Endstation. Wolfsburgs Gegner Malmö war bis vor wenigen Tagen noch vom Deutschen Uwe Rösler trainiert worden, ehe der Klub die Trennung vollzog. Die aktuelle Saison beendete Malmö als Zweiter in Schweden.

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