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Union in der Conference-League : „Das Prickeln hat begonnen"

  • Aktualisiert am

Union Berlin will sich im neugeschaffenen Wettbewerb der UEFA beweisen. Bild: dpa

Fans und Mannschaft von Union Berlin blicken voller Vorfreude auf den Gruppenstart in der Conference-League bei Slavia Prag. Die Begeisterung hilft auch der UEFA und ihrem neuen Wettbewerb.

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          Die ersten Anhänger von Union Berlin haben sich schon auf den Weg nach Prag gemacht, die „Stadt der hundert Türme“ soll sich spätestens am Donnerstag fest in eiserner Hand befinden. Rund 3000 Anhänger werden in allerbester Laune erwartet, wenn der Berliner Bundesligaklub beim aktuellen tschechischen Meister Slavia Prag (18.45 Uhr bei Nitro) sein erstes Gruppenspiel in der neugeschaffenen Conference-League bestreitet. 

          Während der neue Wettbewerb für den Gegner einen doppelten Abstieg bedeutet, ist er für Union ein Fußballfest. „Das Prickeln hat schon begonnen“, sagte Trainer Urs Fischer: „Wir freuen uns, es ist ein Abenteuer für uns." Die 330 Kilometer von Berlin-Köpenick nach Prag trat das Team am Mittwochvormittag mit dem Bus an. 

          Werbung für den drittklassigen Wettbewerb

          Schon in den Play-off-Spielen gegen den finnischen Pokalsieger Kuopion PS hatte Union bewiesen, dass der Klub die Conference-League annimmt. Die Mannschaft kämpfte auf dem Platz, die Fans feierten auf den Tribünen das internationale Comeback nach 20 Jahren. Bessere Werbung für den nach der Champions League und Europa League drittklassigen Wettbewerb konnte sich die UEFA gar nicht wünschen.

          Für Union Berlin, die vor zweieinhalb Jahren noch in der 2. Liga spielten, sind Europacup-Spiele absolute Höhepunkte. Damit schaffe man „wieder was Außergewöhnliches für die Geschichtsbücher“, sagte Kapitän Christopher Trimmel: „Das ist schon schön, wenn man die ganze Geschichte miterlebt hat."

          Die Fans unterstützen ihren Verein in der neugeschaffenen Europa-Conference-League.
          Die Fans unterstützen ihren Verein in der neugeschaffenen Europa-Conference-League. : Bild: dpa

          Bei Slavia Prag hält sich die Begeisterung in Grenzen. Der derzeitige tschechische Meister und Pokalsieger wollte eigentlich in die Champions-League, scheiterte aber in der Qualifikation an Ferencvaros Budapest. Als der Klub dann auch noch in den Play-offs zur Europa League gegen Legia Warschau den Kürzeren zog, war die Gruppenphase in der Conference-League nur ein schwacher Trost. 

          „Ich wundere mich, dass sie nicht Champions-League spielen“, sagte Fischer über die Qualitäten des Auftaktgegners, „das wird eine tolle Aufgabe für uns“. Mit Herz und Leidenschaft wollen die Berliner auch in Prag bestehen.

          „Wir sind nicht in die Gruppenphase gekommen, um schön herumzureisen“, betonte Trimmel. Die zwei weiteren Gruppengegner Feyenoord Rotterdam und Maccabi Haifa versprechen ebenfalls schöne Auswärtsfahrten für Team und Fans.

          Prämien gibt es natürlich auch in der Conference League, auch wenn sie etwas schmaler ausfallen. Der Einzug in die Gruppenphase brachte Union bereits 2,94 Millionen Euro, jeder Sieg bringt eine zusätzliche halbe Million ein. Doch Geld ist nicht der größte Anreiz für Union, der Imagegewinn ist wichtiger. Und davon profitiert auch die UEFA.

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