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Feyenoord Rotterdam gewinnt : Eine Nummer zu groß für Union

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Max Kruse und Union Berlin verlieren deutlich in Rotterdam. Bild: Picture Alliance

In Rotterdam verliert Union Berlin deutlich mit 3:1. Nach einem nicht gegebenen Foulelfmeter erzielt Rotterdam zwei Tore in der ersten Halbzeit und lässt sich den Sieg dann nicht mehr nehmen.

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          Union Berlin muss nach der zweiten Niederlage in der Europa Conference League früh um das Weiterkommen bangen. Der Klub aus der Hauptstadt unterlag am Donnerstag bei Feyenoord Rotterdam mit 1:3 (1:2) und verpasste den möglichen Sprung an die Spitze der Gruppe E. Mit drei Punkten aus drei Begegnungen fällt die Bilanz des Teams von Trainer Urs Fischer zur Halbzeit der Vorrunde durchwachsen aus. Alireza Jahanbakhsh (11. Minute), Bryan Linssen (29.) und Luis Sinisterra (76.) erzielten die Treffer für Feyenoord. Taiwo Awoniyi (35.) war für die Berliner erfolgreich, die nach zuvor vier Pflichtspielsiegen erstmals wieder verloren.

          Europa Conference League

          „Es war ein verdienter Sieg. Wir haben es ihnen über 90 Minuten zu einfach gemacht“, sagte Fischer zur Leistung des Gegners und sparte nicht mit Kritik am eigenen Auftritt: „Wir hatten zu viele Phasen, in denen wir es nicht gut gemacht haben. Feyenoord war cleverer und aggressiver in den Zweikämpfen.“

          Unbeeindruckt von der hitzigen Atmosphäre mit 45.000 Zuschauern im Stadion De Kuip stand Unions Top-Stürmer Awoniyi in den Niederlanden schnell im Mittelpunkt. Ein vermeintlicher Foulelfmeter wurde früh allerdings nicht gegeben, während der Fünfte der Eredivisie fast im Gegenzug durch den ersten guten Angriff in Führung ging. Der iranische Nationalspieler Jahanbakhsh musste nach schöner Vorarbeit nur noch einschieben und nutzte eine Unkonzentriertheit der Abwehr.

          In dieser fehlte kurzfristig der mit dem Coronavirus infizierte Defensivakteur Marvin Friedrich. Der 25-Jährige musste in Berlin bleiben und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Für ihn rückte Timo Baumgartl in die Startelf. Außerdem vertraute Cheftrainer Urs Fischer auch wieder auf Kapitän Christopher Trimmel, das Sturmduo Max Kruse und Awoniyi sowie Stammkeeper Andreas Luthe. Beim 3:0 gegen Maccabi Haifa hatte der Schweizer zuletzt viel rotiert, vertraute gegen das vermeintlich stärkste Team der Gruppe aber auf sein erste Garde.

          Festnahme vor dem Spiel

          Trotzdem ging Feyenoord nach einem Fehler von Robin Knoche durch Linssen 2:0 in Führung. Union gelang nach vorne wenig, erst eine Ecke nutzte der Nigerianer Awoniyi zum Anschlusstreffer. Viele der rund 2400 mitgereisten Fans waren da gerade erst ins Stadion gekommen. Am Einlass kam es zu enorm langen Wartezeiten, die zu viel Unmut führten. Bei einem harten Polizeieinsatz soll es Verletzte gegeben haben. Am Tag vor der Begegnung war es derweil zu einem tätlichen Angriff von Rotterdamer Fans auf eine Berliner Delegation gekommen.

          Eine rund 25 Personen zählende Gruppe um Union-Präsident Dirk Zingler wollte am Mittwoch in einer Bar unweit des Teamhotels den Abend ausklingen lassen, als eine größere Gruppe angriff und sie mit Tischen und Stühlen bewarf. Eine Person sei festgenommen, eine Person ins Krankenhaus eingeliefert worden, hieß es. Feyenoord entschuldigte sich für die üblen Attacken und versprach Aufklärung.

          Auf dem Rasen hatte Union nach einem weiteren Patzer von Knoche zu Beginn der zweiten Halbzeit Glück, blieb in der Offensive aber auch nach einem Stürmerwechsel zu wenig zwingend. Rotterdam brachte die Führung nicht nur über die Zeit, sondern erhöhte am Ende noch und bleibt mit sieben Punkten weiterhin souverän Gruppenerster.

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