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Star des FC Barcelona : Der erstaunliche Auftritt von Lionel Messi

  • Aktualisiert am

„Unverzeihlich“: Lionel Messi leidet noch unter dem Aus des FC Barcelona in Liverpool. Bild: Reuters

Seit vier Jahren ist er nicht mehr zu einer offiziellen Pressekonferenz gekommen. Vor dem Pokalfinale mit dem FC Barcelona steht Lionel Messi Rede und Antwort – und spricht vor allem über einen „schweren Schlag“.

          Der FC Barcelona will im spanischen Pokalfinale gegen den FC Valencia das Debakel des Champions-League-Halbfinals gegen den FC Liverpool wiedergutmachen. Die 0:4-Pleite im Königsklassen-Rückspiel nach einem 3:0 im Camp Nou im Hinspiel Anfang Mai sei „ein schwerer Schlag“ gewesen, sagte Barça-Superstar Lionel Messi bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz seit vier Jahren vor der Partie am Samstag. „Das Schlimmste, und das war unverzeihlich, war, dass wir nicht dagegengehalten haben.“ Trainer Ernesto Valverde treffe keine Schuld an der Niederlage, allein die Mannschaft sei verantwortlich gewesen, betonte der Fußball-Superstar aus Argentinien.

          „Es war schwer, wieder aufzustehen, aber jetzt sind wir in einem anderen Finale und können das Double holen“, sagte Messi mit Blick auf die bereits gewonnene spanische Meisterschaft. Die Katalanen peilen das zweite Double in Folge an: Bereits im vergangenen Jahr war das Team vorzeitig aus der Champions League ausgeschieden, hatte aber Meisterschaft und Copa del Rey gewonnen.

          Das Pokalfinale wird am Samstag (21.00 Uhr bei DAZN) im Stadion Benito Villamarín in Sevilla ausgetragen - allerdings ohne den deutschen Torhüter Marc-André ter Stegen, der verletzungsbedingt ausfällt. Für ihn wird voraussichtlich Jasper Cillessen zwischen den Pfosten stehen. Der Holländer möchte den Klub Gerüchten zufolge verlassen, ausgerechnet Pokalgegner Valencia hatte zuletzt Interesse bekundet. Barcelona hatte die Saison in der Primera División erst vor wenigen Tagen mit elf Punkten Vorsprung vor Atlético Madrid als Meister beendet. Der FC Valencia wurde Tabellenvierter und sicherte sich so einen Champions-League-Platz.

          Vor dem spanischen Finale ist es unterdessen in der Innenstadt von Sevilla zu Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben der Polizei im Finalort wurden 23 Ultras der Katalanen festgenommen, die Anhänger sollen mehrere gefährliche Gegenstände bei sich getragen haben. Bei den Auseinandersetzungen wurden zudem fünf Polizisten verletzt.

          Messi gewann derweil als erster Fußballer zum sechsten Mal den „Goldenen Schuh“ für Europas besten Torjäger. Der fünfmalige Weltfußballer erzielte für Barcelona beim Titelgewinn in La Liga 36 Tore und verwies mit 72 Punkten Kylian Mbappe (66 Punkte) auf Rang zwei. Dem französischen Weltmeister reichte am Freitag sein Treffer für Paris St. Germain gegen Stade Reims (1:3) nicht, um Messi noch einzuholen. Dieser gewann die Trophäe schon zum dritten Mal in Serie, erstmals war die Auszeichnung 2010 an den Argentinier gegangen. Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski (Bayern München) belegte mit 22 Toren und 44 Punkten den fünften Platz. Zur Ermittlung der Rangliste wird die Anzahl der Tore mit einem Faktor multipliziert, der sich nach der Liga-Stärke richtet. Die fünf großen Ligen in Deutschland, Spanien, England, Italien und Frankreich erhalten dabei den Faktor zwei.

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