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Englischer Fußball : Chelsea holt Double - Sorgen um Ballack

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Sie haben den Pokal gewonnen: Michael Ballack (r.) feiert verhalten mit Didier Drogba Bild: AP

„Gebrochen ist nichts“, sagte Michael Ballack wenige Stunden nach dem 1:0-Sieg seines FC Chelsea im Cupfinale gegen den FC Portsmouth. Der deutsche Nationalspieler hatte das Feld nach einem rüden Foul von Kevin-Prince Boateng verlassen müssen.

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          Freude beim FC Chelsea über das Double, vorsichtige Entwarnung bei Michael Ballack: Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft musste am Samstag im englischen Pokalfinale zwischen Meister Chelsea und dem FC Portsmouth (1:0) zwar kurz vor Ende der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Nach einer ersten Untersuchung ist die Blessur aber wohl nicht so schlimm wie befürchtet. „Gebrochen ist nichts, aber wir müssen die Untersuchung am Sonntag im Krankenhaus abwarten“, sagte Ballack am Samstagabend.

          Eine erste Röntgenuntersuchung hatte keine Hinweise auf eine schwerwiegende Blessur gegeben. „Wir glauben nicht, dass er schwer verletzt ist und hoffen, dass er rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft wieder zur Verfügung steht“, sagte Chelsea-Coach Carlo Ancelotti über Ballack, der als englischer Meister und Pokalsieger zur WM nach Südafrika reisen würde. Denn die „Blues“ siegten dank Torjäger Didier Drogba (59. Minute) mit 1:0 (0:0).

          Zunächst hatte einiges auf eine ernstere Verletzung des deutschen Mittelfeldstars hingewiesen. Der DFB-Kapitän ließ es sich zwar nach Abpfiff nicht nehmen, mit seinen Teamkollegen zu feiern, hatte aber sichtlich Schwierigkeiten beim Auftreten und konnte im Gegensatz zu den anderen Spielern den Erfolg nicht mit kollektiven Freudensprüngen bejubeln. Nach Übergabe des Pokals aus den Händen von Prinz William an der königlichen Loge kam Ballack als Letzter wieder auf den Platz und stellte sich sicherheitshalber vor statt auf das Siegerpodest.

          Umgetreten: Kevin Prince Boateng (2.v.l.) verkürzt Michael Ballacks Arbeitszeit

          Minutenlang liegen geblieben - leicht humpelnd das Feld verlassen

          Ballack war in der 38. Minute vom früheren Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng rüde gefoult und am rechten Knöchel getroffen worden. Er blieb danach minutenlang auf dem Platz liegen, spielte dann aber noch kurz weiter. In der 44. Minute wurde der Deutsche ausgewechselt und verließ leicht humpelnd den Rasen des Wembley-Stadions. Das Foul von Boateng, der im Aufgebot des deutschen WM-Vorrundengegners Ghana steht, wurde mit Gelb bestraft. Die „Blues“ holten zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Double und nach 1970, 1997, 2000, 2007 und 2009 zum sechsten Mal den FA-Cup.

          Vor 88.335 Zuschauern im fast ausverkauften Wembley dominierte Chelsea von Anfang an. Doch das vom englischen Nationaltorhüter David James gehütete Portsmouth-Tor war aber zunächst wie vernagelt. Nach einem Warnschuss in der 4. Minute traf Ballacks Mittelfeldkollege Frank Lampard in der 14. Minute nur das Lattenkreuz, Drogba scheiterte im zweiten Versuch aus bester Position (21.). Salomon Kalou (27.), John Terry (29.) und Drogba (38./41.) ließen dann weiter Latte und Pfosten des zweimaligen Pokalgewinners (1939/2008) wackeln.

          Beide Mannschaften verschießen einen Elfmeter

          Der zweite Durchgang begann turbulent. Nachdem der für Ballack eingewechselte Juliano Belletti seinen Gegenspieler Aruna Dindane im Strafraum von den Beinen geholt hatte, trat Boateng zum fälligen Foulelfmeter an, scheiterte aber an „Blues“-Keeper Petr Cech (56.). Fast im Gegenzug gelang Drogba mit einem direkt verwandelten Freistoß die hochverdiente Chelsea-Führung. „Pompey“ vergab danach zwei große Chancen zum Ausgleich, und auch Lampard kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter.

          Das FA-Cup-Finale - das dritte, das Chelsea in Ballacks bis dato vier Jahren in England erreichte - steht damit für den DFB-Kapitän weiter unter keinem guten Stern, obwohl seine Elf bislang stets Erfolg hatte. Beim ersten Mal 2007 gegen Manchester United (1:0 n.V.) war Ballack wegen einer langwierigen Verletzung im linken Fuß zum Zusehen verurteilt. Vor einem Jahr gegen den FC Everton (2:1) wechselte ihn Interimscoach Guus Hiddink erst nach einer Stunde ein.

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