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England : Manchester United hat den Blues

Erzielte das entscheidende Tor: Damien Duff Bild: REUTERS

Alex Ferguson verliert nicht gern. Daß sein einstiger Wunschspieler Manchester United den „Knock Out“ im Halbfinale des englischen Ligapokals gegen Chelsea versetzt hat, wird ihn umso mehr geärgert haben.

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          Eines war für die „Red Devils“ von Manchester United und ihre Fans besonders bitter: Ausgerechnet Damien Duff versetzte United am Mittwoch abend den „Knock Out“ im Halbfinale des englischen Ligapokals, dem Carling Cup.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Den quirligen Iren in Diensten von Chelsea London hätte Manchesters Trainer Alex Ferguson gerne in seinem Team aufgestellt. Aber Duff ging zu Chelsea und erzielte mit einem Freistoß in der 85. Minute, bei dem der ansonsten souverän haltende United-Torwart Tim Howard nicht gut aussah, das 2:1 für seine Mannschaft. Das Hinspiel an der Londoner Stamford Bridge war mit 0:0 ausgegangen. Chelsea bestreitet nächsten Monat im Millennium Stadium in Cardiff das Finale gegen den FC Liverpool.

          240-Pfund-Wein für Ferguson

          Und so wird Alex Ferguson der 240 Pfund teure Wein, den Chelsea-Trainer José Mourinho ihm mit nach Manchester gebracht hatte, nicht so richtig schmecken. Ferguson hatte die leise Hoffnung, daß Chelsea noch einmal ins Straucheln kommen könnte, sollten die „Blues“ im Ligapokal an United scheitern. Der kauzige Schotte hatte das Spiel im Vorfeld als „das Aufeinandertreffen der beiden besten englischen Vereinsmannschaften“ bezeichnet - eine weitere Spitze im Dauerzwist mit Arsene Wenger, dem Trainer von Arsenal London.

          Giggs feiert sein Traumtor zum Ausgleich

          In der weitgehend ausgeglichenen Partie, die erst in den letzten 20 Minuten zu dem erhofften temporeichen Spitzenmatch wurde, vergaben Manchesters Christiano Ronaldo und Mikael Sylvestre in den Schlußminuten noch zwei Großchancen. Chelsea war vor 67.000 Zuschauern im ausverkauften Old Trafford in der 29. Minute durch ein Tor des stark spielenden Frank Lampard in Führung gegangen. Manchester wirkte geschockt, und fand erst durch die Einwechslung von Jungstar Wayne Rooney in der 60. Minute langsam wieder zu schnellem Flügelspiel zurück.

          Ausgleich aus dem Nichts

          Der Ausgleich für die „Red Devils“ in der 67. Minute schien noch aus dem Nichts zu kommen. Nach einem langen Traumpaß von Gary Neville überwand Ryan Giggs den Londoner Schlußmann Petr Cech mit einem gefühlvollen Heber.

          Das 1:1 hätte für United trotz des 0:0 aus dem Hinspiel für die Verlängerung gereicht, weil nach dem „Carling Cup“-Reglement die auswärts erzielten Tore erst nach der Verlängerung den Ausschlag geben. Die Partie stand von da an mit guten Chancen auf beiden Seiten auf des Messers Schneide. Bis Damien Duff zum Freistoß antrat.

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