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Niederlage in Prag : Tschechien vermiest England vorzeitige Qualifikation

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Jubel bei den Tschechen: Erfolgreiche Revanche gegen die Engländer Bild: EPA

Die Engländer hätten in Prag das Ticket für die EM-Endrunde 2020 vorzeitig ziehen können, kassierten aber ihre erste Niederlage in der Qualifikation. Besser machten es der Weltmeister und Europameister.

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          Die englische Fußball-Nationalmannschaft hat die vorzeitige Qualifikation für die EM 2020 verpasst. Die „Three Lions“ verloren in Prag gegen Tschechien 1:2 (1:1) und gaben nach zuvor vier Siegen erstmals in der laufenden Quali Punkte ab. Mit zwölf Punkten führen die Engländer die Gruppe A aber weiterhin an. Tschechien belegt mit einem Spiel mehr punktgleich Platz zwei, dahinter lauert der Kosovo (8). Aus dem Rennen sind in dieser Gruppe Montenegro und Bulgarien, die sich 0:0 trennten. Am Montag (20.45 Uhr) spielt England in Bulgarien, die beiden Verfolger treffen im November im direkten Duell aufeinander.

          Stürmerstar Harry Kane traf bereits in der fünften Minute per Foulelfmeter zu seinem 20. Tor als Kapitän der Engländer. Zuvor war Raheem Sterling gefoult worden. Jakub Brabec (9. Minute) und Zdenek Ondrasek (85.) drehten das Spiel. Die Gastgeber um Patrik Schick von RB Leipzig und Vladimir Darida (Hertha BSC) waren über weite Strecken das bessere Team. England mit Borussia Dortmunds Jadon Sancho in der Startelf brachte nur selten gute Offensivaktionen zustande. Das Hinspiel hatte das Team von Nationaltrainer Gareth Southgate noch 5:0 gewonnen. Für Ärger vor dem Spiel hatten Fans beider Mannschaften gesorgt. Der Nachrichtenagentur AP zufolge wurden vor dem Anpfiff 31 Personen in Gewahrsam genommen. In zwei Bars kam es demnach zu Ausschreitungen.

          Weltmeister Frankreich hat derweil mit einem Sieg gegen Verfolger Island einen großen Schritt in Richtung Europameisterschaft getan. Die Franzosen gewannen in Reykjavik 1:0 (0:0) und liegen mit 18 Zählern in Gruppe H hinter den punktgleichen Türken auf Rang zwei. Island (12) bleibt Dritter. Den Siegtreffer erzielte Olivier Giroud (66.) per Foulelfmeter. Die Türkei verteidigte die Spitzenposition erfolgreich durch ein 1:0 (0:0) gegen Albanien. Cenk Tosun (90.) traf in der Schlussphase per Kopf zum wichtigen Sieg.

          Cristiano Ronaldo kurz vor dem 700.

          Das Team von Nationaltrainer Senol Günes hatte deutlich mehr Spielanteile, auf das Tor mussten die Gastgeber im Stadion von Fenerbahce Istanbul gegen die gut formierte Defensive der Albaner jedoch langte warten. Im Duell der Außenseiter gewann Andorra 1:0 (0:0) gegen Moldau. Beide Teams stehen bei drei Punkten und haben keine Chance mehr auf die EM-Teilnahme. Das erste Aufeinandertreffen hatten Moldau, das ab der 55. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Radu Ginsari in Unterzahl spielen musste, gewonnen.

          Ronaldo und sein Torjubel: Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es diesen zum 700. Mal zu sehen gibt.

          Europameister Portugal mühte sich zum 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Außenseiter Luxemburg. Zwar machte der Favorit damit einen weiteren Schritt in Richtung EM, doch Spitzenreiter bleibt das Team der Ukrainer, dem nun am Montag ein Remis im Top-Duell mit den Portugiesen reicht, um die Qualifikation für die EM unter Dach und Fach zu bringen. Die Portugiesen waren in Lissabon über die gesamte Spielzeit das überlegene Team. Bernardo Silva hatte nach 16 Minuten eine schöne Vorarbeit von Nelson Semedo zum 1:0 verwertet, Cristiano Ronaldo nutzte einen fehlerhaften Rückpass mit einem Lupfer über Torhüter Anthony Moris in der 65. Minute. Der Torjäger verbuchte damit seinen sechsten Treffer in dieser EM-Qualifikation, nachdem er zuletzt gegen Litauen schon viermal getroffen hatte. Damit fehlt „CR7“ nur noch ein Tor zum spektakulären Jubiläum: zum 700. Treffer seiner Karriere, was bisher nur fünf Fußball-Profis – darunter Bayern-Profi Gerd Müller – gelang.  Für den Endstand sorgte Goncalo Guedes eine Minute vor dem Ende. Die Ukrainer, die bisher nur beim 1:1 in Portugal Punkte eingebüßt haben, verteidigten mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg in Charkiw über Litauen ihren Fünf-Punkte-Vorsprung in der Tabelle vor den Portugiesen. Ruslan Malinovsky erzielte beide Treffer für das  Team von Cheftrainer Andrej Schewtschenko (29./58.).

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