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EM-Qualifikation im Livestream : Portugal gegen Dänemark live bei FAZ.NET

Laufduell in Gruppe H: Dänemarks Kvist verfolgt von Meireles Bild: AFP

Nach einem 4:4 gegen Zypern und einem 0:1 in Norwegen bangt Portugal um die Qualifikation zur EM. An diesem Freitag treffen Ronaldo und Co. in Porto auf „Angstgegner“ Dänemark. FAZ.NET zeigt die Partie live.

          3 Min.

          An den 10. September 2008 erinnern sich die Spieler der portugiesischen Nationalauswahl nicht gerne. Auf dem Weg zur Fußball-WM verloren die Südeuropäer ein feuriges Duell gegen unterkühlte Dänen zu Hause in Lissabon mit 2:3. In der Qualifikation zur EM 2012 treffen beide Mannschaften an diesem Freitag (8. Oktober) wieder aufeinander, diesmal in Porto.

          Tobias Rabe
          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          FAZ.NET überträgt die Partie von 21.45 Uhr an in Kooperation mit Livedome.

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          Beste Laune bei Cristiano Ronaldo: Portugals Star ist wieder mit von der Partie
          Beste Laune bei Cristiano Ronaldo: Portugals Star ist wieder mit von der Partie : Bild: AFP

          </p><p>Einen Ausrutscher wie vor zwei Jahren sollten sich die Portugiesen nicht erlauben, sind sie doch denkbar schlecht in EM-Ausscheidung gestartet. In Norwegen verloren sie mit 0:1, gegen Zypern gab es daheim in einem von unfassbaren Fehlern geprägten Spiel ein 4:4 - macht summa summarum einen Punkt und Platz vier in Gruppe H hinter den bisherigen Gegnern und dem vom Freitag. <a class="rtr-entity" data-rtr-entity="Cristiano Ronaldo" data-rtr-id="899a2befcbe32db696af48336c162eb978940731" data-rtr-score="68.6599874765" data-rtr-etype="person" href="#">Cristiano Ronaldo</a>, der gegen Norwegen und Zypern fehlte, weiß um die Bedeutung des Duells zweier WM-Teilnehmer von 2010: „Wir dürfen keine Fehler mehr machen und müssen unbedingt gewinnen.“</p><p><b>Wenig Spielraum für den neuen Trainer Paulo Bento</b></p><p>Damit liegt der Star von <a class="rtr-entity" data-rtr-entity="Real Madrid" data-rtr-id="02ab189cb1d58c62f10fa671ed0239457ab872f2" data-rtr-score="10.5854727614" data-rtr-etype="organisation" href="#">Real Madrid</a>, der sich aus Südafrika nach dem Achtelfinale schimpfend und spuckend von Millionen Fernsehzuschauern verabschiedete, auf einer Linie mit Paulo Bento. Der Trainer ist erst seit zwei Wochen Nachfolger von Carlos Queiroz. Der wurde, weil er während der WM Offizielle bei der Dopingkontrolle beschimpft hatte, erst für sechs Monate gesperrt und dann fristlos entlassen. Eine Träne weinte ihm kaum jemand nach. Bento, selbst zehn Jahre Spieler der Nationalelf, darf auch auf den Rückhalt José Mourinhos bauen. Der Real-Madrid-Trainer, zunächst Wunschkandidat des Verbandes für den Übergang, lehnte zwar eine temporäre Doppelrolle ab, schrieb aber einen unterstützenden offenen Brief.</p><p>Bento nahm ihn erfreut zur Kenntnis, schließlich gehen die portugiesischen Zeitungen schon auf die Barrikaden. Die Schlagzeilen bewegen sich zwischen „Schicksalsspiel“ und „letzter Chance“. Viel Spielraum bleibt dem Einundvierzigjährigen beim Debüt also nicht. Ein Blick in die Statistik hilft auch nicht sonderlich weiter. Die letzten drei Spiele gegen Dänemark wurden nicht gewonnen. Zudem erlebte nur ein portugiesischer Nationaltrainer in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren einen Einstand nach Maß - Antonio Oliveira startet 1994 als einziger von acht Neuen mit einem Sieg.</p><p>Verzichten muss Bento auf Stürmer Liedson und Mittelfeldspieler Miguel Veloso. Beide verließen am Mittwoch das Trainingslager in Óbidos verletzt. Liedson von <a class="rtr-entity" data-rtr-entity="Sporting Lissabon" data-rtr-id="d473534528a256963f31db2cb34e0d60335ae216" data-rtr-score="12.1352536005" data-rtr-etype="organisation" href="#">Sporting Lissabon</a> laboriert an einer Knochenhautentzündung am linken Fuß, Abräumer Veloso vom CFC Genua hat sich den linken Knöchel verstaucht. Bento nominierte Ruben Micael vom FC Porto und Manuel Fernandes vom FC Valencia nach. Zudem stehen mit Paulo Machado vom französischen Klub FC Toulouse und João Pereira von Bentos früherer Trainerstation Sporting Lissabon zwei weitere Debütanten im Aufgebot. Aus der Bundesliga ist der wuchtige Bremer Stürmer Hugo Almeida dabei.</p><p><b>„Portugal ist Favorit, aber der Favorit gewinnt nicht immer“</b></p><p>Die Dänen wären im Normalfall mit vier Deutschland-Legionären nach Porto gereist. Doch weil die Frauen des Wolfsburgers Mittelfeldspieler Thomas Kahlenberg und des Mainzer Verteidigers Bo Svensson auf die Geburt eines Kindes warten, fehlen sie im Kader von Nationaltrainer <a class="rtr-entity" data-rtr-entity="Morten Olsen" data-rtr-id="290f59dfb8a27a13e3783f1399a905ec665398af" data-rtr-score="13.8259236068" data-rtr-etype="person" href="#">Morten Olsen</a> mit verständlicher Entschuldigung. So halten allein Kahlenbergs Vereinskollege Simon Kjaer und der Kaiserslauterer Leon Jessen die „deutsche“ Fahne bei den Dänen, die ihr einziges Spiel in dieser Qualifikation durch ein Kahlenberg-Tor in letzter Minute gegen Island gewannen, hoch. Trainer Olsen stichelte dennoch gegen die angeschlagenen Portugiesen: „Portugal ist Favorit, aber der Favorit gewinnt nicht immer.“</p><p>Ronaldo wird Portugal am Freitag als Kapitän ins Estádio do Dragão führen und soll endlich die Rolle des Leitwolfes übernehmen, die seinem fußballerischen Potential entspricht. In den letzten achtzehn Länderspielen sind nur zwei Tore des Stars notiert. Trainer Bento baut im Wissen dieses Werts vor: „Man darf nicht denken, dass er alle Probleme alleine lösen kann, nur weil er einer der besten Spieler der Welt ist.“ Viel Zeit sollte sich Ronaldo dennoch nicht lassen. Bei einer Niederlage gegen Dänemark droht nicht nur ein stürmischer Herbst, sondern einer Eiszeit. Am Dienstag wartet auf Portugal die Aufgabe in Island. Das beste Frostschutzmittel sind immer noch Siege.</p>

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