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Kritik an Quartier : Darum muss das DFB-Team in Holland trainieren

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff erklärt, wie es zur Quartierwahl in den Niederlanden kam. Bild: dpa

Die Nationalmannschaft bereitet sich im Ausland auf die Länderspiele im Juni vor. Nun erklärt DFB-Direktor Oliver Bierhoff, warum es das DFB-Team nach Venlo zieht. Deutliche Kritik übt ein früherer Bundestrainer.

          DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat den ungewöhnlichen Standort für das Kurztrainingslager der Fußball-Nationalmannschaft vom 2. Juni an im niederländischen Venlo begründet. „Wir haben ja unsere Veranstaltung in Aachen und daher ein Quartier in der Nähe gesucht. Aber die Standorte in der Nähe wie Düsseldorf, Mönchengladbach und Köln waren allesamt besetzt. Deshalb mussten wir ausweichen“, sagte Bierhoff am Rande der Veranstaltung „Bild 100“ am Freitag in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

          Im Aachener Tivoli wird sich die Nationalmannschaft im Rahmen der Vorbereitung auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland und Estland am 5. Juni (17.30 Uhr live bei RTL) mit einem Übungsspiel zweier Mannschaften den Fans präsentieren. Danach wird der Kader für die Länderspiele am 8. Juni in Minsk und drei Tage später in Mainz zusammengestellt. „In Venlo haben wir optimale Trainingsbedingungen. Man muss schauen, wo man kurze Wege hat, und wir haben dort eine tolle Anlage“, fügte Bierhoff hinzu. Es gehe beim Standort Venlo keineswegs darum, sich vor der deutschen Öffentlichkeit abzuschotten.

          Der frühere Bundestrainer Berti Vogts kritisierte den ungewöhnlichen Standort des Kurz-Trainingslagers. „Ich habe das für einen Aprilscherz gehalten. Der DFB kann doch nicht mehr Fannähe predigen und dann im Ausland wohnen – selbst wenn es nicht weit entfernt von der Grenze liegt“, monierte Vogts am Samstag in einer Kolumne des Internetportals „t-online“. In Deutschland sei es für die Fans einfacher, sich am Teamhotel ein Autogramm zu holen, unterstrich Vogts. Sein Fazit zur Quartierwahl: „Das kann ich nicht verstehen und hätte es bei mir nicht gegeben.“

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