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Einzelkritik : Sané belebend, Neuer souverän und machtlos

  • Aktualisiert am

Mannschaftsbild in Paris: die deutsche Startelf vor dem Spiel. Bild: AP

Die runderneuerte deutsche Nationalmannschaft spielt in Frankreich lange sehr gut. Dank einiger junger Spieler und wieder verbesserten Altstars.

          Manuel Neuer: Auch hinter dem Kapitän stand vor dem Spiel ein Fragezeichen, doch Neuer ließ sich nicht beirren. Strahlte Souveränität aus, agierte sicher. Stark gegen Jungstar Kylian Mbappe (52.), bei den Gegentoren machtlos. - Note: 3

          Matthias Ginter: Der Gladbacher hat sich auf der rechten Abwehrseite festgespielt, auch wenn er diesmal im Dreierbund weiter innen spielte. Konnte dort seine Zweikampfstärke besser zur Geltung bringen. Wackelte, wenn die französischen "Mopeds" (Hummels) Gas gaben. Vergab das mögliche 0:2 (24.). - Note: 4

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          Niklas Süle: Ersetzte seinen verletzten Vereinskollegen Jerome Boateng und machte einen frischeren Eindruck. Als zentraler Mann Organisator der Dreier- bzw. Fünferkette, gewohnt kompromisslos im Zweikampf. Ließ sich vor Neuers Glanztat von Mbappe überrumpeln. - Note: 3

          Mats Hummels: Einziger verbliebener Final-Held von 2014 im defensiven Fünferblock und zunächst derjenige mit der undankbarsten Aufgabe gegen Mbappe. Hatte mit dessen Tempo wenig überraschend Probleme, machte es aber so gut, dass Mbappe bald nach links auswich. Verdarb sich seinen guten Auftritt mit dem Foul an Matuidi, das zum Elfmeter führte, den Griezmann zum 2:1 nutzte (80.). - Note: 3,5

          Thilo Kehrer: Der Profi von Paris St. Germain sollte in seinem zweiten Länderspiel die rechte Seite abschirmen, was nicht immer gelang. Nach vorne mit vielen Akzenten, aber oft zu schlampig. Deutete zumindest an, dass er eine Alternative sein kann. - Note: 4

          Joshua Kimmich: Löws neuer Sechser war wieder überall, an der Grenze zur Hyperaktivität. Eroberte bissig Bälle, lenkte das Spiel mit großer Um- und Übersicht. Leitete das 0:1 ein. In dieser Rolle nicht wegzudenken. - Note: 2

          Toni Kroos: In seinem 90. Länderspiel wacher und präsenter als in Amsterdam. Seine Standards saßen wieder. Beim Handelfmeter zum 0:1 (14.), seinem 14. Länderspieltor, sehr präzise. - Note: 3

          Nico Schulz: Stand sehr hoch und ließ so Hummels gegen Mbappe zu oft alleine, verlor im Vorwärtsgang manchen Ball zu einfach, fiel technisch etwas ab. Ließ sich aber nicht entmutigen und schaltete sich immer wieder offensiv ein. - Note: 3,5

          Timo Werner: Bei der Bekanntgabe der Aufstellungen fehlte das Foto des Leipzigers auf der Anzeigetafel. Auf dem Platz zeigte er sich mit den gewünschten Läufen in die Tiefe, diesmal meist von rechts. Zu selten in Abschlusssituationen. - Note: 3

          Leroy Sane: Erstmals seit Juni und überhaupt erst zum siebten Mal in der Startelf, zeigte er seinen Wert. Holte den Elfmeter zum 0:1 heraus, stieß selbst immer wieder gefährlich nach vorne. - Note: 2,5

          Belebendes Element im deutschen Spiel: Leroy Sané ist schnell unterwegs.

          Serge Gnabry: Der Münchner begann überraschend im Sturmzentrum, wie nur in zwei seiner 55 Bundesliga-Spiele. Überzeugte mit Technik und Tempo, selbst aber zu selten gefährlich wie in der 67. Minute, als er an Lloris scheiterte. Arbeitete immer wieder aufmerksam nach hinten. - Note: 3

          Julian Draxler: Löste Sane ab (75.), setzte keine Akzente mehr. - ohne Note

          Julian Brandt: Kam in der Schlussphase für Ginter, womit Joachim Löw defensiv auf Viererkette umstellte. - ohne Note

          Thomas Müller: Kam in der 88. Minute für Gnabry. - ohne Note

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