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Einzelkritik zum DFB-Pokal : Neuer herausragend, Lewandowski übertrumpft den „Bomber“

  • Aktualisiert am

Wieder der sichere Rückhalt für den FC Bayern: Manuel Neuer (Mitte) überzeugte bei seinem Comeback. Bild: dpa

Bei seinem Comeback im Bayern-Tor zeigt der deutsche Nationaltorhüter prompt seine ganze Klasse. Und der Münchener Angreifer beeindruckt mit einer Bestmarke. Den Leipzigern hingegen fehlt Effektivität.

          2 Min.

          Der FC Bayern München ist zum 19. Mal DFB-Pokalsieger. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac besiegte RB Leipzig am Samstag in Berlin mit 3:0 (1:0) und sicherte sich damit das Double aus deutscher Fußball-Meisterschaft und Pokal. Die beiden Mannschaften in der FAZ.NET-Einzelkritik:

          DFB-Pokal

          FC Bayern München

          Manuel Neuer: Herausragendes Comeback im Tor. Lenkte Poulsens Kopfball mit einem Reflex an die Latte (11.). Große Rettung gegen Forsberg (48.).

          Joshua Kimmich: Wertvolle Klärung gegen den anbrausenden Werner (24.). Klasse Konterpass auf Müller (25.). Erzielte fast noch das 4:0.

          Niklas Süle: Robust und unaufgeregt im Zweikampf. Gutes Stellungsspiel. Vereitelte mit dem Fuß kurz vor der Linie das 1:1 von Werner (57.).

          Mats Hummels: Ließ Poulsen beim Beinahe-Rückstand entwischen. Gutes Auge, dynamisch nach vorne. Prüfte RB-Torwart Gulacsi zweimal (45./62.).

          David Alaba: Im Saisonendspurt ein echter Aktivposten. Präzise Flanke zum Kopfballtor von Lewandowski. Viel unterwegs, defensiv aufmerksam.

          Javi Martínez: Der Spanier brachte als Goretzka-Ersatz seine Kampfkraft im Mittelfeld ein. Ackerte, solange er konnte. Nach 65 Minuten raus.

          Thiago: Omnipräsent im Mittelfeld. Der Techniker grätschte, gewann viele Bälle, die er meist gut verteilte. Guter Saisonabschluss.

          Kingsley Coman: Begann rechts, leitete die Führung dann links ein. Weltklasse sein 2:0: Überragende Ballannahme, Finte und unhaltbarer Schuss.

          Thomas Müller: Sehr fleißig, aber mit Ungenauigkeiten in seinem Spiel. Verstolperte eine Großchance (25.), verzog aus der Distanz (63.).

          Serge Gnabry: Seine Dynamik auf den Flügeln zündete nur sporadisch. Gute Flanke auf Lewandowskis Kopf (68.). Musste danach für Robben weichen.

          Robert Lewandowski: Der Torjäger krönte seine Angriffsarbeit schon mit dem brillanten Kopfball zum 1:0. Zugabe war das Kontertor zum 3:0. Erzielte nun mehr Treffer im DFB-Pokalfinale als „Bomber“ Gerd Müller.

          Das zwischenzeitliche 1:0: Robert Lewandowski (Mitte) köpft spektakulär ein.
          Das zwischenzeitliche 1:0: Robert Lewandowski (Mitte) köpft spektakulär ein. : Bild: dpa

          Corentin Tolisso: Acht Monate nach seinem Kreuzbandriss kam der Weltmeister im Finale zurück. Kovac brachte ihn für Martínez. Er fügte sich top ein.

          Arjen Robben: Ein letzter Joker-Einsatz für Bayern (73.). Der rasende Holländer schlug noch einmal seine Haken und schoss drüber (89.).

          Franck Ribéry: Auch der von den Fans lautstark geforderte Franzose bekam noch ein paar Abschiedsminuten auf dem Platz.

          RB Leipzig

          Peter Gulacsi: Zunächst unbeschäftigt. Machtlos beim Kopfball von Lewandowski (29.). Bewahrte sein Team mehrfach vor höherem Rückstand.

          Lukas Klostermann: Zu Beginn solider Auftritt des Neu-Nationalspielers. Vor dem 0:1 allein gelassen. Von Coman (78.) bei Traumtor ausgetanzt.

          Ibrahima Konaté: Resoluter Abräumer, lieferte sich harte, aufreibende Zweikämpfe mit Lewandowski. Traumpass auf Forsberg (48.).

          Willi Orban: Nicht der gewohnte Stabilisator der RB-Abwehr. Ließ Lewandowski vor dem 0:1 entwischen, auch danach verunsichert.

          Marcel Halstenberg: Überfordert mit Bayern-Tempo. Konnte zunächst Coman nicht halten, später besser gegen Gnabry. Gefährliche Standards.

          Tyler Adams: Erst zweiter Pokal-Einsatz für RB. Insgesamt zu wenig offensive Akzente, musste nach gut einer Stunde runter.

          Kevin Kampl: Ging weite Wege. Konnte aber selten Ruhe ins Leipziger Angriffsspiel bringen, häufig zu verspielt.

          Marcel Sabitzer: Unauffällig, Flanken blieben meist wirkungslos. Der Österreicher fiel im Vergleich zu seinen Nebenleuten ab.

          Emil Forsberg: Alleine vor Neuer bot sich dem Schweden die größte Chance zum Ausgleich (48.). Tempoläufe brachten Gefahr, aber keinen Ertrag.

          Yussuf Poulsen: Größter Aktivposten der RB-Offensive vor der Pause. Seinen etwas unplatzierten Kopfball lenkte Neuer an die Latte (11.).

          Timo Werner: Drehte nach unauffälliger erster Hälfte auf. Scheiterte erst an Neuer (49.), Süle rettete vor der Linie (57.).

          Konrad Laimer: Musste zu Beginn überraschend draußen bleiben. Konnte in der letzten halben Stunde auch nicht mehr für die Wende sorgen.

          Dayot Upamecano: Kam nach 70 Minuten für Kapitän Orban, verlor Laufduell mit Lewandowski vor 0:3.

          Amadou Haidara: Durfte die letzten Minuten für Konaté ran, hatte auch keine zündende Idee mehr.

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