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Einzelkritik : „Irgendwann muss ein Castro einen Frings ersetzen“

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Der Jüngste im Feld: Gonzalo Castro Bild: REUTERS

„Wir haben viele Erkenntnisse gewonnen und die Spieler näher kennen gelernt“, sagte Bundestrainer Löw nach dem Spiel gegen Dänemark: „Dieses Spiel ist wichtig für die weitere Entwicklung.“ Seine Nachwuchsspieler in der FAZ.NET-Einzelkritik.

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          Bundestrainer Joachim Löw gab im Länderspiel gegen Dänemark sechs Neulingen eine Einsatzchance. Er zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit dem Spiel: „Wir haben viele Erkenntnisse gewonnen und die Spieler näher kennen gelernt. Läuferisch und kämpferisch hat die Mannschaft alles gegeben. Dieses Spiel ist wichtig für die weitere Entwicklung. Für die jungen Spieler war es eine tolle Erfahrung. Irgendwann muss ein Castro auch einen Torsten Frings ersetzen. Es war klar, dass nicht alles rund läuft. Wir haben vorher gesagt, dass die Dänen zu den Top Ten gehören. Wir haben aber gut dagegen gehalten. Die Niederlage geht in Ordnung.“ Die Spieler in der Einzelkritik:

          Enke: Starkes Torwart-Debüt: Entschärfte gleich einen Kopfball von Agger (2.), rettete lange das 0:0. Bester Mann und so eine Gefahr für die Nummer 2, Timo Hildebrand.

          Fritz: Das schwächste Länderspiel des Bremers. Ungewohnte Probleme auf der rechten Abwehrseite. Überschritt kaum die Mittellinie.

          Madlung: Ein grober Stellungsfehler blieb unbestraft (45.), sonst abgeklärt im Zweikampf. Aber die Spieleröffnung kann er nicht.

          Friedrich: Lautstarker Abwehrchef. Einmal böse von Bendtner versetzt, aber Enke bügelte den Fehler aus. Im Spielaufbau ordentlich.

          Jansen: Viel weniger Vorstöße als bei seinem starken Spiel in Prag. Konzentrierte sich auf die Defensive, eine tolle Rettungstat (68.).

          Hilbert: Defensiv orientierungslos und insgesamt überfordert. Kam nicht in die Zweikämpfe, wenig Offensiv-Dynamik. Eine Stunde reichte.

          Hitzlsperger: Engagiert und dynamisch. Versuchte immer wieder, im Mittelfeld der Antreiber zu sein. Versuchte auch Distanzschüsse.

          Rolfes: Solides Länderspiel-Debüt. Der Leverkusener machte wenig Fehler, aber auch kaum Zielstrebiges. Leitete eine Torchance ein.

          Trochowski: Rettete zu Beginn auf der eigenen Torlinie. Erinnerte an den jungen Schweinsteiger: offensiv gewitzt, defensiv zu risikoreich.

          Kuranyi: 45 Minuten ein Kapitän mit Elan. Arbeitete viel, präsent im Sturmzentrum. Der Matchwinner von Prag blieb jedoch ohne Torchance.

          Schlaudraff: Sein Potenzial ist unübersehbar: schnell, stark am Ball, trickreich. Einmal einem Tor ganz nah (77.), tauchte aber auch ab.

          Kießling: Kam als 4. Neuling zur Pause für Kuranyi. Der Leverkusener war sofort im Spiel. Couragierte Vorstöße, ein Mann mit Zukunft.

          Freier: Teilzeit-Comeback nach über zwei Jahren: Der Leverkusener löste Hilbert ab, legte „Joker“ Helmes eine Großchance auf (80.).

          Castro: Löste seine Leverkusener Neulings-Kollegen Rolfes in der 71. im Mittelfeld ab: Der Jüngste (19) konnte nur noch reinschnuppern.

          Helmes: Als 6. Neuling kam auch noch der Kölner Zweitliga-Torjäger: Sofort brandgefährlich, hatte drei Großchancen, aber kein Glück, auch nicht beim letzten Lattenkopfball (88.).

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