https://www.faz.net/-gtl-9rub2
Bildbeschreibung einblenden

1:0 gegen Vitoria Guimarães : Effiziente Eintracht

Gemeinsamer Jubel: Eintracht-Profis feiern den 1:0 Siegtreffer von Evan Obite N'Dicka (3.v.r.). Bild: dpa

Die Frankfurter holen bei Vitoria Guimarães dank eines Tores von Evan N’dicka ihren ersten Sieg in der Europa League – ein schmeichelhaftes Resultat.

          2 Min.

          Für die Eintracht ist der Dienstausflug in den grünen Nordosten Portugals mit einem schmeichelhaften Ergebnis zu Ende gegangen. Die Frankfurter Mannschaft von Trainer Adi Hütter setzte sich am Donnerstagabend im zweiten Gruppenspiel der Europa League bei Vitoria Guimarães 1:0 durch. Ein Resultat, das nicht unbedingt dem Spielverlauf entsprach, denn die Portugiesen waren die bessere, aber eben glücklose Mannschaft. Schütze des Siegtores für die effiziente Eintracht war Evan N'dicka, der mit dem Kopf erfolgreich war (36. Minute).

          „Die Mannschaft hat den Kampf angenommen. Es war ein schwieriges Spiel. Wir haben nicht so gut aus der Abwehr rausgespielt“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei Nitro und Sebastian Rode fügte hinzu: „Es war eine wilde Partie. Wir hatten sie nicht so recht unter Kontrolle. Am Ende müssen wir froh über den Sieg sein.“

          Der rumänische Schiedsrichter Radu Marian Petrescu musste drei Minuten warten, ehe er die Partie im stimmungsvollen Stadion Dom Afonso Henriques anpfeifen konnte. Aus dem Frankfurter Fanblock, auf den sich Vitoria-Anhänger hinbewegt hatten, flogen etliche Plastiksitze Richtung Spielfeld. Sebastian Rode, wegen seines gebrochenen linken Daumens mit einer Spezialschiene spielend, stand ebenso in der Startelf der Eintracht wie auch wieder einmal N'dicka. Zudem wurde Erik Durm von Trainer Hütter von Beginn an auf die rechte Außenbahn beordert. Im Sturm entschied sich der Eintracht-Coach erwartungsgemäß für die portugiesische Doppelspitze André Silva und Goncalo Paciencia.

          Europa League

          Ganz hinten zwischen den Pfosten stand Frederik Rönnow, der Stellvertreter des am Donnerstag an der Schulter operierten Stammkeepers Kevin Trapp. Es dauerte lediglich vier Minuten, bis sich der Däne erstmals auszeichnen konnte. Den Schuss von Denis-Will Poha stellte den 27-Jährigen vor keinerlei Probleme. Probleme – die hatte die an diesem Abend schwache Eintracht als Ganzes. Denn es war die Mannschaft von Vitoria, die zügig die Spielkontrolle übernahm und das bessere Team war. Lohn der Bemühungen hätte die Führung sein können. Doch der Schuss von Leo Bonatini prallte vom rechten Pfosten zurück ins Feld (13.).

          Mann des Abends: Evan Ndicka erzielt den Führungstreffer, der der Eintracht den Sieg bringt.

          Die Eintracht wirkte ungewohnt gehemmt, ein Spielfluss kam nicht auf, und der Offensive fehlte es zu diesem Zeitpunkt völlig an Durchschlagskraft. So dauerte es bis zur 30. Minute, ehe die Frankfurter durch Durm erstmals überhaupt auf das Tor von Vitoria schossen. Im anderen Parallelspiel zwischen Tabellenführer FC Arsenal und Standard Lüttich stand es zu diesem Zeitpunkt schon 3:0. Dann passierte Überraschendes. N'dicka sprintete zielstrebig mit dem Ball auf links in die gegnerische Hälfte und erzwang einen folgenreichen Eckball. Djibril Sow flankte – und der im Fünfmeterraum stehende N'dicka beförderte den Ball mit dem Hinterkopf zum Frankfurter 1:0 ins Tor. Eine Führung wie aus dem Nichts. Denn Vitoria war das bessere Team, die Eintracht bestach lediglich durch Effizienz. Bestärkt durch das 1:0, wähnte sich die Hütter-Elf aber auf einem guten Weg, dem ersten Gruppensieg einen großen Schritt näherzukommen. Und tatsächlich: Nach dem Seitenwechsel dauerte es lediglich 60 Sekunden, bis die Eintracht gefährlich vor dem Tor von Guimarães auftauchte. Im Namensduell der beiden Silvas setzte sich der portugiesische Schlussmann Miguel Silva gegen seinen für Frankfurt köpfenden Landsmann André Silva durch.

          Nach genau einer Stunde nahm Hütter die erste Auswechslung vor. Rode machte Platz für Daichi Kamada. In der 73. Minute, nach einem der Frankfurter Entlastungsangriffe, hatte Silva sogar die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Doch der Portugiese scheiterte ebenso an Torwart Silva wie kurze Zeit später der weit unter seinen Möglichkeiten spielende Filip Kostic, dessen Kopfball aus geringer Distanz gleichfalls abgewehrt wurde (75.).

          Guimarães setzte auch in der Schlussviertelstunde weiter auf Offensive, schaffte es aber nicht mehr, zum Ausgleich zu kommen. Für die Eintracht, die nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Arsenal bei den Portugiesen fast schon zum Siegen verpflichtet war, ist das 1:0 von großer Bedeutung. Die Hütter-Elf ist wieder mittendrin im Kampf um Platz zwei, denn der souveräne Tabellenführer Arsenal setzte sich locker 4:0 gegen Lüttich durch, den nächsten Eintracht-Gegner am 24. Oktober in Frankfurt.

          Europa League

          Weitere Themen

          Für die Eintracht wird es ungemütlich

          Schalke besiegt Frankfurt : Für die Eintracht wird es ungemütlich

          Schalke gewinnt gegen Frankfurt, verliert dabei aber zwei Spieler. Torhüter Nübel sieht nach einem Extremfoul Rot, zuvor wird der verletzte McKennie vom Feld getragen. Auch Eintracht-Profi Gaćinović muss ins Krankenhaus.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.