https://www.faz.net/-gtl-9mswp
Bildbeschreibung einblenden

Eintracht-Profi Hinteregger : Der Elfmeter-Pechvogel

Nicht zu fassen: Martin Hinteregger nach seinem Fehlschuss. Bild: dpa

Mann des Spiels und dennoch tragischer Held: Martin Hinteregger war in den 120 Minuten immer zur Stelle und der überragende Spieler im Eintracht-Team. Am Ende aber war er der Traurigste auf dem Feld.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Wie ein Bodyguard eskortierte Sportvorstand Fredi Bobic Eintracht Frankfurts Elfmeter-Pechvogel Martin Hinteregger an dem Pulk von Medienvertretern vorbei, um ihn nach dem Europacup-Aus vor Fragen zu schützen. Der 26 Jahre alte Verteidiger hatte nach einer herausragenden Leistung im Halbfinalspiel der Europa League am Donnerstag beim FC Chelsea seinen Elfer verschossen. „Es hätte das größte Spiel mit dem schönsten Ende werden können“, sagte er abseits des Trubels dem Streamingdienst DAZN. „Wenn man einen Elfmeter verschießt, ist es immer ganz schlimm. Es tut mir richtig weh.“

          Als der Österreicher zum Elfmeterpunkt ging, stand es 3:2 für die Frankfurter, die nach einem weiteren von Gonçalo Paciência verpatzten Elfer 3:4 verloren. „Im Elfmeterschießen gibt es immer einen Pechvogel“, sagte Trainer Adi Hütter. „Aber was er vorher geleistet hat, da kannst du ihm gar nicht böse sein. Das war fantastisch.“ Beim Elfmeter wählte er die für diesen Moment falsche Strategie. Er schoss den Ball in die Mitte, Chelsea-Keeper Kepa witterte diesen Versuch und blieb stehen. Zudem hatte der spanische Schlussmann Glück, weil der Ball zwischen seinen Beinen zum Liegen kam. Mit etwas mehr Glück für Hinteregger hätte er auch ins Tor rutschen können.

          Das Elfmeter-Pech schmälert nichts am starken Auftritt, mit Hinteregger am Main seine Rolle als Abwehrstabilisator bestätigte. Er war stets zur Stelle, wenn es gefährlich wurde, meldete nicht nur den direkten Gegenspieler Olivier Giroud fast komplett ab. Der Österreicher grätschte und rettete zudem immer wieder in höchster Gefahr.

          Hinteregger war vom FC Augsburg in der Winterpause verliehen worden, weil er Kritik am damaligen Coach Manuel Baum geübt hatte. Nachfolger Martin Schmidt hätte nun nichts gegen eine Rückkehr: „Fakt ist, dass er einen Vertrag in Augsburg und der FCA das Heft des Handelns in der Hand hat“, sagte Schmidt.

          Weitere Themen

          Wieder ein Wasserballspieler

          Neuer Sporthilfe-Chef : Wieder ein Wasserballspieler

          Nach 14 Jahren an der Spitze der Deutschen Sporthilfe gibt Michael Ilgner die Führung der Stiftung ab. Ihm folgt der frühere Telekom-Manager Thomas Berlemann. Beide haben etwas gemeinsam.

          Die Gespenster sind vertrieben

          Biathlet Martin Fourcade : Die Gespenster sind vertrieben

          Nach einer tiefen Krise entdeckt Martin Fourcade sein Sieger-Gen wieder. Nun hat er sogar Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen eingeholt. Und der Franzose ist noch längst nicht am Ziel.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.