https://www.faz.net/-gtl-9sc38

Auswärts ohne Fans : Eintracht will Berufung gegen Uefa-Strafe prüfen

Eintracht-Fans bei der Partie gegen Vitória Guimarães Bild: dpa

Die Uefa bestraft Eintracht Frankfurt für das Fehlverhalten einiger Fans. In den beiden verbleibenden Auswärtspartien der Europa-League-Gruppenphase müssen die Frankfurter auf ihre Anhänger verzichten. Vorstandsmitglied Axel Hellmann will die Verurteilung prüfen lassen.

          1 Min.

          Die Eintracht ist aufs Neue für das Fehlverhalten einiger ihrer Anhänger bestraft worden. Die Frankfurter wurden wegen wiederholter Fan-Randale in der Europa League mit einem Zuschauer-Ausschluss in den Auswärtspartien bei Standard Lüttich am 7. November und drei Wochen später in London beim FC Arsenal verurteilt. Wie die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am Donnerstag mitteilte, wurde der Bundesligaklub wegen der Ausschreitungen seiner Supporter am 3. Oktober im Rahmen der Partie bei Vitoria Guimarães, das die Eintracht 1:0 gewann, zur Rechenschaft gezogen. In Portugal hatten sich Unterstützer beider Teams unmittelbar vor Anpfiff unter anderem mit rausgerissenen Sitzschalen traktiert. Die Polizei räumte daraufhin einen Frankfurter Fanblock.

          Sprinter – der politische Newsletter der F.A.Z.
          Sprinter – der Newsletter der F.A.Z. am Morgen

          Starten Sie den Tag mit diesem Überblick über die wichtigsten Themen. Eingeordnet und kommentiert von unseren Autoren.

          Mehr erfahren

          Bereits am 10. Januar war die Eintracht wegen Krawall auf den Rängen zu einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung für zwei Jahre auf der internationalen Bühne und mit einer Geldbuße in Höhe von 80.000 Euro belegt worden; die Bewährung wurde mit dem neuerlichen Urteil durch die Uefa-Juristen widerrufen.

          Die Frankfurter kündigten in einer Mitteilung am Abend an, die Chancen einer Berufung prüfen zu wollen. „Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der Uefa. Natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen“, sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Ursprüngliche Absicht der Eintracht-Fans war es, zu Tausenden mit auf die Insel zu reisen, so wie es die Gefolgsleute des 1. FC Köln taten, die im Herbst 2017 bei gleicher Gelegenheit rund 20.000 Begleiter zum Auftritt rund ums Emirates Stadium mobilisiert hatten.

          Hellmann kündigte an, dass „man sich intensiv damit beschäftigen muss, wie wir unser aller Ziel, gemeinsam sportliche Festtage in europäischen Klubwettbewerben feiern zu dürfen, zukünftig wirksamer vor dem Fehlverhalten Weniger schützen können“. Die Eintracht wurde von der Uefa zudem angewiesen, sich innerhalb von 30 Tagen mit Vitória Guimarães in Verbindung zu setzen, um den von ihren Anhängern verursachten Schaden im Stadion zu ersetzen.

          Die bislang gröbsten Verstöße von Frankfurter Auswärts-Fans in der jüngeren Europapokalgeschichte hatte es während des Spiels am 13. Dezember 2018 bei Lazio Rom gegeben, als Böller und Bengalos sowohl auf die italienischen Tifosi wie auch Polizisten und Ordner flogen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson während eines Wahlkampf-Termins in einer Chips-Fabrik im nordirischen County Armagh

          Wahl in Nordirland : Selbst die Grenze hat eine Stimme

          In Nordirland hilft nur noch Galgenhumor: Die britische Provinz fühlt sich von allen Seiten verkauft. Die bitterste Ironie ist die Zwickmühle, in die Boris Johnson die nordirischen Konservativen gebracht hat.
          Für Normalverdiener entfällt der Posten Solidaritätszuschlag künftig auf dem Steuerbescheid.

          Für 90 Prozent der Zahler : Der Soli wird zum Teil abgeschafft

          Ab 2021 entfällt der Solidaritätszuschlag – zumindest für diejenigen, die nicht mehr als 73.874 Euro brutto im Jahr verdienen. Doch auch wer mehr verdient, kann von der so genannten Milderungszone profitieren.
          Durch Wolken aus Tränengas: Demonstranten in Bagdad

          Irakischer Fußball und Protest : Löwen im Tränengas

          Eigentlich sollte die irakische Fußball-Nationalmannschaft ein wichtiges Länderspiel gegen Iran im eigenen Land abhalten. Doch es kommt alles anders.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.