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0:2-Niederlage in Helsinki : Eintracht verliert gegen Real Madrid im Supercup

Kein zweiter internationaler Titel: Kevin Trapp und die Eintracht unterliegen Real Madrid. Bild: Reuters

Der Champions-League-Sieger ist zu stark für den Gewinner der Europa League: Real Madrid holt in Helsinki den Supercup. Die Eintracht zeigt sich nach dem Debakel gegen den FC Bayern aber verbessert.

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          Der Traum war real, doch nicht Eintracht Frankfurt, sondern Real Madrid hat die nächste Trophäe nach Hause gebracht. Diesmal ist es der Supercup, den sich der Rekordsieger der Königsklasse schon zum fünften Mal sicherte. 2:0 durch die Treffer von David Alaba (37. Minute) und Karim Benzema (65.) hieß es am Mittwochabend gegen die Eintracht, die trotz der Niederlage im Olympiastadion von Helsinki abermals auf europäischer Fußballbühne eine gute Figur abgab, sich der spielerischen Dominanz von Real aber verdient geschlagen geben musste.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          „In so einem Spiel willst du natürlich den Titel holen“, sagte Sebastian Rode beim Streamingdienst DAZN. „Das hat halt nicht gereicht heute. Gegen den Champions-League-Sieger musst du die Chancen nutzen, das haben wir nicht geschafft.“ Das Vorhaben der Eintracht, Historisches zu leisten und ein weiteres bedeutsames Kapitel Vereinsgeschichte zu schreiben, ist also entgegen aller Wunschvorstellungen nicht aufgegangen. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner dürfte die Niederlage gegen Real verschmerzen. In Kürze locken für den Europa-League-Sieger zumindest sechs Gruppenspiele in der Champions League, dem Hoheitsgebiet der Spanier.

          Kostic aus dem Kader gestrichen

          Die ersten Auszeichnungen und Lobpreisungen an diesem großen Fußballabend gab es schon eine Stunde vor dem Anpfiff. Mit Ansgar Knauff (Nachwuchsspieler der Europa-League-Saison), Vinicius Junior (Nachwuchsspieler der Champions-League-Saison) und Benzema (Spieler der Champions-League-Saison) wurden drei Profis für ihre herausragenden Leistungen gewürdigt.

          Der Vierte im Bunde, der auch das Schaufenster Supercup hätte genießen können, hatte darauf verzichtet, beim wichtigsten Spiel seiner Karriere dabei zu sein: Filip Kostic. Der nach Italien zu Juventus Turin wechselnde Eintracht-Profi war am Vortag aus dem Kader für das europäische Gipfeltreffen gestrichen worden.

          Über das Prozedere und den Zeitpunkt der Orts- und Ligaveränderung des 29 Jahre alten Serben hatte sich Eintracht-Präsident Peter Fischer auf einem Empfang des Klubs beklagt. „Wenn du einmal die Chance hast, im Supercup-Endspiel zu spielen, gegen Real Madrid, nicht gegen die Wetterau, Real Madrid! Wenn du dann noch da unten auf dem Platz die Auszeichnung als bester Spieler der Europa League bekommst, vor 500 Ländern, die irgendwo gucken, und du machst das nicht, dann merke ich doch, wie versaut das Geschäft am Ende des Tages ist“, sagte Fischer vor 300 geladenen Gästen. „Es tut weh.“ Gleichwohl lobte der erste Mann der Eintracht Kostics langjähriges Wirken. „Filip ist ein Ausnahmespieler für Eintracht Frankfurt gewesen, den wir immer im Herzen haben werden.“

          Dass Christopher Lenz im Duell gegen Real Kostics Part auf der linken Seite übernehmen würde, war klar. Es war nicht die einzige Änderung in der Startformation. Glasner entschloss sich zudem dazu, Mario Götze zunächst auf der Bank zu lassen. Für den Weltmeister rückte Daichi Kamada in die erste Elf. Im Abwehrverbund kristallisierte sich schnell heraus, dass die Dreierkette eigentlich ein Fünferblock war, denn die beiden zurückgezogenen Außenspieler Lenz und Knauff leisteten ständig Defensivarbeit.

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