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Eintracht Frankfurts Fanszene : Die Ultras und die Grenzen der Toleranz

  • -Aktualisiert am

Das Gesetz der Kurve: Hier haben die Eintracht-Ultras das Sagen. Bild: Imago

Nach den Vorfällen von Mailand übernahmen die Frankfurter Ultras die Verantwortung für die Vergehen und kündigten interne Konsequenzen an. Es ist ein Paradigmenwechsel, der Gründe hat. In Lissabon steht nun viel auf dem Spiel.

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          Die Fußballprofis der Frankfurter Eintracht werden an diesem Donnerstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League, bei RTL und DAZN) in Lissabon im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League wieder den Rückhalt von Tausenden ihrer Fans spüren. 3200 Schlachtenbummler haben ihre Karten über das offizielle Auswärtskontingent ihres Klubs bezogen. Die Zahl der Zuschauer auf den Rängen des Estadio da Luz mit dem Frankfurter Adler auf der Brust oder im Herzen wird jedoch deutlich höher sein. Insgesamt gab es 10.000 Kartenanfragen an die Eintracht, viele, die eine Absage erhielten, sind dennoch in die portugiesische Hauptstadt gereist und versuchten und versuchen über den freien Vorverkaufsmarkt beziehungsweise an der Abendkasse an Tickets zu kommen.

          Europa League
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          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Dass sich die Eintracht-Fans auch in Lissabon lautstark bemerkbar machen können, haben sie einem Gnadenakt der Uefa-Judikative zu verdanken. Obwohl im Achtelfinal-Rückspiel bei Inter Mailand zwei Leuchtspurraketen aus dem Frankfurter Block flogen, nachdem zuvor schon Pyro-Technik gezündet worden war, verzichtete das Sportgericht des Europäischen Fußballverbandes darauf, die Strafe umzusetzen, die im Dezember 2018 noch zur Bewährung ausgesprochen worden war: Zuschauerausschluss. Damit hatte die Uefa auf verschiedene Vergehen Frankfurter Anhänger in den vorhergehenden Europa-League-Spielen reagiert.

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