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Frankfurt ist DFB-Pokalsieger : „Heute ist Geschichte geschrieben worden“

Ein paar Stunden zuvor, bei der Nennung der Mannschaftsaufstellung, war das noch anders. Da gab es Pfiffe für den zukünftigen Bayern-Trainer. Pfiffe, die ihn geschmerzt und getroffen haben dürften. Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner der mehr als 74.000 Zuschauer im prallgefüllten Olympiastadion ahnen, dass der famose Ante Rebic das Spiel seines Lebens machen würde. Schon sein erstes Tor, bei dem sich der gleichfalls überragende Kevin-Prince Boateng als kongenialer Vorbereiter empfahl, war eine Klasse für sich. Mit scheinbar brachialer Urgewalt hielt sich Rebic zwei Bayern-Profis vom Leib, schaute kurz auf und schoss den Ball flach in die linke untere Ecke.

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Was er jedoch gegen Ende der Partie beim 2:1 machte, ließ so manchem fast den Atem stocken. Bobic sagte stellvertretend für so viele begeisterte Fußballfreunde: „Einfach unfassbar. Unglaublich, wie er da durchgegangen ist.“ Im Stile eines 100-Meter-Sprinters kam Rebic fast von der Mittellinie aus startend in Richtung des Bayern-Strafraums, legte sich die Kugel mit dem Kopf vor und spitzelte sie mit rechts an Keeper Sven Ulreich vorbei ins Tor. Eine Aktion wie Donnerhall, ein Tor von einer solchen Wucht und Dynamik, wie man es in der Saison noch nicht gesehen hat. Dass der eingewechselte Mijat Gacinovic den Schlusspunkt setzte und den Ball zum 3:1 in das verwaiste Tor der Münchner schob, setzte der famosen Frankfurter Vorstellung die Krone auf.

„Wir wollten gewinnen, wir haben gewonnen, und wir haben es verdient.“ Wer sonst als Boateng hätte es treffender auf einen Nenner bringen können. Später dann, zu vorgerückter Stunde an historischer Stätte am Brandenburger Tor, verbeugte sich Bobic noch einmal verbal vor Kovac. „Er musste harte Entscheidungen treffen, aber immer für Eintracht Frankfurt. Ich sage Danke. Respekt und Danke.“ Kovac betonte vor lauter geladenen Gästen, „dass wir verdammt glücklich sind. Ich möchte Euch alle duzen. Ich werde diese zwei wunderbaren Jahre immer in meinem Herzen tragen. Ich bin weg, aber ich werde diesen Klub nie vergessen. Das erste, was ich nach dem Schlusspfiff in München sehe, wird das Ergebnis der Eintracht sein.“

Was Kovac in der Feiernacht von Berlin auch sehen konnte: einen halbwegs versöhnten Alexander Meier. Den von den Fans gefeierten „Fußball-Gott“ hatte Kovac für das Spiel der Spiele nicht für den 18 Spieler umfassenden Kader nominiert, was dem einstigen Torschützenkönig sehr zusetzte. Doch im Moment des Glücks, als der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte Pokal in die Höhe gereckt wurde, hatte Meier gemeinsam mit Ko-Kapitän David Abraham tatsächlich als Erster die Hand am Goldstück. „Das war eine super Geste“, sagte der große Sportsmann Meier. „Dafür möchte ich David und dem Trainer danken.“

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