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Eintracht in der Europa League : „Die Emotionen heute waren Wahnsinn“

  • -Aktualisiert am
Nach dieser Aktion gegen Torwart Matz Sels (rechts) sah Ante Rebic die Rote Karte.
Nach dieser Aktion gegen Torwart Matz Sels (rechts) sah Ante Rebic die Rote Karte. : Bild: dpa

Hütter, der nach Rebics Platzverweis wegen seines Protests an der Seitenlinie verwarnt wurde, sah die Entscheidungen des israelischen Unparteiischen als übertrieben an. „Da wäre beides Mal Gelb in Ordnung gewesen. Wir haben in der Pause gesagt, dass wir die vorhandenen Emotionen ummünzen und vielleicht das ein oder andere Foul provozieren. Und das ist genauso gekommen.“ Kostic mit einem perfekten Freistoß unter die Latte (60.) und Danny da Costa (66.) nach Hereingabe von Daichi Kamada machten aus einem Spiel auf Messers Schneide eine runde Sache für die Eintracht.

„Die Emotionen heute waren Wahnsinn. Es war eine unglaubliche Willensleistung der Mannschaft“, sagte Bobic. „Nun freuen wir uns, den deutschen Fußball wieder international vertreten zu können.“ Torwart Kevin Trapp, der Straßburg noch gut aus seiner Zeit bei Paris St. Germain kennt und später in fließendem Französisch Fragen der Journalisten beantwortete, war emotional aufgewühlt wie selten. „Ich weiß nicht, was die glauben, wer sie sind. Aber so wie sie sich in der Halbzeit aufgeführt haben, könnte man meinen, dass sie schon die Champions League gewonnen hatten.“ Trapp spielte auf Szenen an, die sich in den Katakomben auf dem Weg in die Kabinen abgespielt hatten. Offenbar zeigten die Straßburger dabei allzu unverhohlen ihre Freude über die Rote Karte für Rebic. Die Eintracht habe die richtige Antwort gegeben und „ein unfassbares Spiel gezeigt, mit Aggressivität und Leidenschaft“.

„Es war ein unbeschreiblicher Abend“, sagte auch Kohr, der die Europapokal-Nächte in der vergangenen Saison noch nicht miterlebt hatte. „Ich wusste, dass die Fans hier positiv verrückt sind. Aber sie haben heute alles übertroffen. Die schmeißen alles rein.“ Sebastian Rode kennt das schon. „Die Stimmung war grandios“, sagte er. „Es war einer dieser Donnerstage, wie wir sie im letzten halben Jahr so oft erleben durften. Wir wollten unbedingt wieder dahin kommen.“ Nun haben sie es geschafft. Am Freitag stehen die Gegner fest, am 19. September folgt das erste Gruppenspiel.

Rebic wird wegen seiner Roten Karte dann fehlen. Ob er überhaupt noch im Frankfurter Kader sein wird, ist unklar. Trotz der starken Leistung ist ein Wechsel des eigenwilligen Kroaten nicht vom Tisch. Das Transferfenster ist bis einschließlich 2. September offen. „Wir wünschen uns alle, dass er hier bleibt. Er hat gezeigt, wie wichtig und wertvoll er sein kann. Er ist ein besonderer Spieler“, sagte Hütter. Ähnlich sieht es Bobic. „Er würde uns sehr guttun, aber bis Montag ist nichts sicher.“ Was passiert, wenn Rebic doch noch geht? „Das Team ist komplett“, sagte Marketing-Vorstand Axel Hellmann. Weitere Zugänge sind trotz der sicheren Millionen aus dem Einzug in die Europa League demnach nicht mehr geplant.

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