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Fußballfrauen der Eintracht : Ein Spitzenteam, das an alte Zeiten anknüpft

  • -Aktualisiert am

Die Eintracht-Frauen um Laura Feiersinger (rechts) verloren gegen den Meister FC Bayern klar. Bild: dpa

Die erste Saison als Eintracht ist für die Frankfurter Fußballfrauen zu Ende. Im kommenden Jahr soll es nach oben gehen. Dafür muss der Kader aber qualitativ und quantitativ verstärkt werden.

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          Die Verantwortlichen bei den Fußballfrauen der Frankfurter Eintracht haben nie einen Hehl daraus gemacht: In der kommenden Bundesligasaison, der zweiten nach dem Zusammenschluss von FFC und SGE, will man ein Spitzenteam stellen. Eine Mannschaft, die wieder anknüpft an die Zeiten, in denen am Main verlässlich international gespielt wurde. Nach den Erfahrungen der am Sonntag mit einer 0:4-Niederlage bei Meister Bayern München und einem insgesamt enttäuschenden sechsten Tabellenplatz abgeschlossenen Spielzeit bedarf es dafür eines gewissen Revirement im Kader.

          Als Abgänge stehen bislang zwei Spielerinnen mit langer Frankfurter Vergangenheit fest: Abwehrspielerin Laura Störzel, die bei ihrem Abschiedsspiel in München die Kapitänsrolle ausfüllen durfte, der aber auch ein unglückliches Eigentor unterlief, und Theresa Panfil, die zwar hoch veranlagt ist, deren Qualitäten aber durch jahrelange verletzungsbedingte Fehlzeiten nicht recht zum Tragen kamen. Beide, so heißt es, sollen Angebote von anderen Bundesligaklubs vorliegen haben. Weitere Abgänge vom bestehenden Aufgebot des gegen den VfL Wolfsburg unterlegenen Pokalfinalteilnehmers seien nicht geplant.

          Qualitativ und quantitativ soll der Eintracht-Kader in den kommenden Wochen bis zum Trainingsauftakt Mitte Juli noch verstärkt werden. Als namhafter Neuzugang steht bislang Nicole Anyomi fest. Die Nationalstürmerin hat einen Vertrag bis Mitte 2024 unterschrieben. Dass man bei der SGE bereit war, die 21-Jährige aus ihrem laufenden Vertrag bei der SGS Essen zu kaufen, könnte ein Fingerzeig für ein höheres Investitionsvolumen in die Frauenfußballsparte in diesem Sommer sein.

          Zum Team stößt auch das 18 Jahre alte Torhüterinnentalent Hannah Johann von den Würzburger Kickers. Mindestens die kommende Hinrunde über wird Trainer Niko Arnautis auf zwei Stammkräfte verzichten müssen. Vor der Wintervorbereitung ist mit einer Rückkehr von Kapitänin Tanja Pawollek und der Schweizer Nationalspielerin Geraldine Reuteler, die beide einen Kreuzbandriss erlitten haben, nicht zu rechnen.

          Wie Neuzugänge im Team der Eintracht dürften dagegen Verena Aschauer und Saskia Matheis im Sommer wirken. Erstere ist seit Jahresbeginn überwiegend ausgefallen, hatte aber zuletzt wieder den Anschluss an den Kader hergestellt und einige Spielminuten bekommen. Saskia Matheis hatte wegen einer langwierigen Fußverletzung über 600 Tage lang gefehlt und in München, zudem an ihrem 24. Geburtstag, ihr sehnsüchtig erwartetes Comeback gegeben.

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