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Eintracht begeistert in Europa : „Was willst du mehr?“

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Freude über einen deutlichen Sieg: die Eintracht-Spieler Goncalo Paciencia (links) und Filip Kostic in Vaduz Bild: EPA

Flora Tallinn gemeistert, den FC Vaduz schon im Hinspiel deutlich besiegt: In der Europa League zeigt Eintracht Frankfurt bislang wieder seine Stärke. Doch eine Frage ist weiter offen.

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          Die Szenerie im idyllischen Vaduz erinnerte bei Eintracht Frankfurt schon wieder an die großen Europapokal-Nächte der Vorsaison. Die Vielspieler um Doppeltorschütze Filip Kostic feierten vor der Kurve mit den mitgereisten Fans, Trainer Adi Hütter und Sport-Vorstand Fredi Bobic grinsten zufrieden mit Blick auf das herrliche Bergpanorama in der Hauptstadt Liechtensteins. Auch wenn der 5:0-Aufgalopp beim sportlich zweitklassigen FC Vaduz schnell abgehakt war (Bobic: „Was willst du mehr? Die Nummer ist durch.“), gewinnt die Eintracht immer mehr Lust auf ein weiteres Europa-League-Abenteuer, das sie sich in der mühsamen Qualifikation über Wochen verdienen muss.

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          Doch die zusätzlichen Strapazen nimmt das derzeit am meisten beanspruchte Team Deutschlands eine Woche vor dem Bundesliga-Start gerne in Kauf. Nach einem Trainingslager in Österreich sowie Pflichtspielen in Estland und Liechtenstein gilt es für die Eintracht nun aber auch national: In der ersten Runde des DFB-Pokals gastieren die Hessen an diesem Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal und bei Sky) bei Waldhof Mannheim.

          Bobic geht davon aus, dass der deutsche Drittligaverein eine härtere Prüfung wird als der in der zweiten Schweizer Liga spielende FC Vaduz. „Waldhof ist aufgestiegen, da ist eine tolle Atmosphäre. Das wird mehr Widerstand sein als heute“, sagte er bei Nitro. Das 5:0 (3:0) am Donnerstag war nach zwei Kostic-Toren und je einem Treffer von Dominik Kohr, Goncalo Paciencia und Mijat Gacinovic kein sportlicher Härtetest.

          Das Rückspiel dürfte am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr/Nitro) dafür zu einem besseren Schaulaufen vor 48.000 Zuschauern werden. „Ich gehe davon aus, dass wir weiter sind“, sagte Trainer Hütter, der für das Heimspiel schon einmal die große Rotation ankündigte. Nach Flora Tallinn und dem FC Vaduz müsste die Eintracht schließlich auch noch die Play-offs (gegen Racing Straßburg oder Lokomotive Plowdiw, Straßburg gewann das Hinspiel auswärts mit 1:0) überstehen, um die Gruppenphase der Europa League zu erreichen.

          Während Hütter und die Profis an der Qualifikation für ein weiteres internationales Abenteuer arbeiten, basteln Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner am Kader für eine lange Spielzeit. Dabei könnte es nach den millionenschweren Abgängen von Sébastien Haller (West Ham United) und Luka Jovic (Real Madrid) sogar sein, dass auch Vize-Weltmeister  Ante Rebic noch geht. „Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Bis zum 2. September ist der Markt offen. Wir werden mal sehen, was jetzt passiert“, sagte Bobic.

          Unabhängig von einem Rebic-Verbleib will der ehemalige Torjäger im Angriff noch nachlegen. Mit dem bisherigen Reservisten Paciencia und Sturm-Talent Dejan Joveljic allein ist die Personaldecke eher dünn. „Ich bin mir sicher, dass wir noch einen Stürmer holen werden“, kündigte Bobic an.

          Dass seine Eintracht in der mühsamen Europa-League-Quali auf Kurs bleibt, freute den Funktionär zwar. Noch mehr Spaß machte Bobic allerdings eine andere Nachricht, wie er nach Abpfiff erzählte: „Entscheidend ist, dass der englische Markt jetzt zu ist. Das ist die schönste Nachricht des Tages. Jetzt wird der Markt reguliert, die Preise einen Tick normaler.“ Die Rückholaktionen von Torhüter Kevin Trapp und Verteidiger Martin Hinteregger waren also noch nicht das Ende des Frankfurter Transfersommers.

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