https://www.faz.net/-gtl-yv4i

Eintracht Braunschweig steigt auf : Blau-Gelb ist wieder da

  • Aktualisiert am

Wieder da: Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Eintracht Braunschweig steht schon sechs Spieltage vor Schluss als erster Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest. Die Blau-Gelben haben nach dem 1:0-Sieg in Unterhaching 20 Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Kickers Offenbach.

          Die letzten mathematischen Zweifel sind beseitigt, Eintracht Braunschweig kehrt in die 2. Fußball-Bundesliga zurück. Vor mehr als 2000 mitgereisten Fans machte der Team von Trainer Torsten Lieberknecht den lange ersehnten Aufstieg am Sonntag mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg bei der SpVgg Unterhaching ungewöhnlich früh perfekt. Bereits sechs Spieltage vor dem Saisonende in der 3. Liga konnte der deutsche Meister von 1967 bei zwanzig Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten Kickers Offenbach die Korken knallen lassen.

          Unmittelbar nach dem Abpfiff im Sportpark Unterhaching begannen auf dem Platz und in der Braunschweiger City die blau-gelben Partys. „Das ist wirklich der Wahnsinn, was hier los ist“, kommentierte Trainer Lieberknecht die seit Wochen herrschende Riesen-Euphorie in Braunschweig. Mehrere hundert Anhänger hatten am frühen Sonntagmorgen spontan die weite Reise in den Süden angetreten. Dank des Tores von Karim Bellarabi in der 6. Minute begann in der Braunschweiger City die Feier. Die ganz große Party mit Auto-Korso und Rathaus-Jubel hat die Stadt für den 15. Mai angesetzt.

          Auch Dynamo Dresden braucht nur noch einen Punkt

          Angesichts der ungewöhnlichen Braunschweiger Dominanz - 73 Punkte nach 32 Spielen und nur zwei Niederlagen in der Rückrunde - stand für die Fans der vierte Aufstieg in die 2. Liga nach 1988, 2002 und 2005 schon lange fest. Auch Verfolger Hansa Rostock fehlt nur noch ein Punkt, um den direkten Wiederaufstieg unter Dach und Fach zu bringen. „Ich denke, den Sack werden wir nächste Woche zumachen“, betonte Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer nach dem 1:0 gegen Dynamo Dresden.

          Trainer des Erfolgs: Torsten Lieberknecht

          Um den Relegationsplatz ist nunmehr ein Fünfkampf entbrannt, denn nach dem 4:0 über den 1. FC Heidenheim ist auch für TuS Koblenz Rang drei wieder in Reichweite gerückt. Der Tabellen-Siebte profitierte davon, dass weder Kickers Offenbach (0:2 in Babelsberg), noch Rot-Weiß Erfurt (1:2 gegen Saarbrücken), SV Wehen Wiesbaden (0:0 in Regensburg) oder Dynamo Dresden (0:1 in Rostock) gewinnen konnten. Deshalb erwartet Erfurts Trainer Stefan Emmerling noch eine packende Schlussphase: „Ich denke, dass die Entscheidung am letzten Spieltag fällt.“

          Großen Anteil am Erfolg haben Lieberknecht und Sportdirektor Marc Arnold. Die beiden ehemaligen Profis bestimmen seit Sommer 2008 den Kurs und haben ein Team geformt, das höheren Ansprüchen genügt. Der Zuschauerschnitt von mehr als 16.000 Fans bei Heimspielen ist ebenfalls reif für größere Aufgaben. Lediglich 17 Gegentore ließen der überragende Torhüter Marjan Petkovic und die Abwehr zu. Der Angriff mit Kapitän Dennis Kruppke erzielte 70 Tore - ebenfalls Liga-Bestwert. Torschütze Bellarabi, der als größtes Talent des Teams gilt, spielt allerdings nächste Saison für Bayer Leverkusen. Ansonsten will die Eintracht ihre Leistungsträger zusammenhalten. Das Duo Lieberknecht/Arnold sowie Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt und der seit Dezember 2007 amtierende Präsident Sebastian Ebel stehen für eine Kontinuität, die es viele Jahre in Braunschweig nicht gab.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Talkrunde zum Thema Klimapolitik bei Frank Plasberg

          TV-Kritik: Hart aber fair : Die Realität der Zwickmühle

          Die Klimapolitik ist so verzwickt, dass es den üblichen Verdächtigen kaum noch gelingt, Einsicht in das Notwendige oder gar Verhaltensänderungen zu erreichen. Tatsächlich sehen einige das Format der Talkshow als Pranger für üble Phantasien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.