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Verfolgter Stürmer Ossi Rohr : „Sein Leben war einmalig, trotz alledem“

  • -Aktualisiert am

Aus der Graphic Novel: „Ein Leben für den Fußball“. Ossi Rohr verwandelt den Elfmeter für den FC Bayern Bild: Julian Voloj & Marcin Podolec, Carlsen Verlag GmbH

Ein Leben als Fußballspieler in finsteren Zeiten: Der Stürmer Ossi Rohr wollte eigentlich nur Tore schießen. Trotzdem geriet er ins Räderwerk der Politik, wurde gejagt und eingesperrt.

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          Über dem Anfang schwebt eine weiße Wolke. Sie ist gut zu erkennen auf allen Fotos, die den Moment festhalten, als Oskar, genannt „Ossi“, Rohr, der Mittelstürmer des FC Bayern München, in der 36. Minute des Endspiels um die deutsche Meisterschaft den Ball vom Elfmeterpunkt aus in die rechte obere Ecke des vom erfahrenen Ludwig Schmitt gehüteten Tors der Frankfurter Eintracht schickt.

          „Er hat ein bisschen in den Boden getreten, daher kommt die weiße Staubwolke“, erzählt Gernot Rohr, Großneffe Ossi Rohrs und ehemaliger Fußballprofi bei Bayern München und Girondins Bordeaux und internationaler Trainer, am Telefon von seinem Wohnort nahe Bordeaux aus. Obwohl erst 20, übernahm Rohr, der im Vorjahr vom VFR Mannheim nach München gekommen war, die Verantwortung. Es war der Führungstreffer im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft am 12. Juni 1932 in Nürnberg. Es endete 2:0, und die Bayern bejubelten ihren ersten Meistertitel.

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