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Eden und Thorgan Hazard : Die begehrten Millionen-Brüder aus Belgien

  • Aktualisiert am

Gemeinsam erfolgreich für Belgien: Thorgan (links) und Eden Hazard. Bild: Picture-Alliance

Eden Hazard ist schon ein Star des Weltfußballs. Nun steht er vor einem großen Transfer nach Spanien. Auch sein kleiner Bruder Thorgan dürfte für viele Millionen Euro wechseln – von Gladbach zu einem anderen Bundesligaklub.

          Der FC Chelsea bleibt in der englischen Premier League auf Kurs in Richtung Königsklasse. Der sechsmalige Meister gewann am 33. Spieltag mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startelf das Londoner Stadtduell mit West Ham United dank des überragenden Belgiers Eden Hazard mit 2:0 (1:0) und kletterte mit 66 Punkten auf Tabellenplatz drei. Die Konkurrenten um einen Startplatz in der Champions League, Tottenham Hotspur (64), FC Arsenal (63) und Manchester United (61), haben allerdings allesamt ein Spiel weniger absolviert. Spitzenreiter ist der FC Liverpool (82) vor Manchester City (80). West Ham ist mit 42 Punkten Elfter.

          Drei Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League bei Slavia Prag leitete Starstürmer Hazard mit einem sehenswerten Sololauf über 30 Meter an mehreren Gegenspielern vorbei den Heimsieg ein (25.), kurz vor Schluss machte er mit seinem 16. Saisontreffer alles klar (90.). Rüdiger spielte durch und verlieh der Abwehr der Blues Stabilität.

          Chelsea-Trainer Maurizio Sarri hält selbst eine Ablöse von mehr als 100 Millionen Euro bei einem Wechsel von Topstar Eden Hazard zu Real Madrid für ein Schnäppchen. „100 Millionen Pfund ist zu billig in diesem Markt, das haben wir bei allen Preisen in den letzten Transferfenstern gesehen“, sagte der Trainer des englischen Fußball-Erstligavereins. Der Belgier Hazard steht spanischen Medien zufolge dicht vor einem Wechsel nach Madrid zur kommenden Saison.

          Chelsea soll für den 28-Jährigen 100 Millionen Pfund, also umgerechnet rund 116 Millionen Euro, an Ablöse von den Königlichen gefordert haben. Eigentlich wolle die Klubspitze den Offensivspieler aber gar nicht abgeben, versicherte Trainer Sarri. Allerdings sagte der italienische Coach beim TV-Sender Sky Sports auch: „Wenn Eden eine neue Erfahrung machen will, wird es sehr schwer, ihn zu halten. Wir müssen seine Entscheidung respektieren.“

          Zuletzt hatte das spanische Sportblatt „Marca“ berichtet, die beiden Vereine und Hazard stünden kurz vor einer Einigung über den Transfer. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Real-Erfolgstrainer Zinedine Zidane mache sich für eine Verpflichtung des Belgiers stark. Alle Welt wisse, dass er den Linksaußen sehr schätze, sagte Zidane dazu. Hazard, dessen Vertrag bei Chelsea noch bis Juni 2020 läuft, hatte bereits 2017 betont, wie gerne er zum spanischen Rekordmeister wechseln würde. Zidane sei sein Idol. „Unter ihm zu spielen, wäre ein Traum“, sagte Hazard damals.

          Sein Bruder Thorgan Hazard wird den Bundesligaklub Borussia Mönchengladbach derweil nach Informationen des „Kicker“ am Saisonende verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln. Der belgische Nationalspieler solle beim BVB bereits im Wort stehen und etwa 40 Millionen Euro Ablöse kosten. Der 26-Jährige besitzt in Mönchengladbach einen Vertrag bis Mitte 2020. Sportdirektor Max Eberl bestätigte am Montag einen bevorstehenden Wechsel. „Wir haben Thorgan schon vor längerer Zeit signalisiert, dass wir mit ihm verlängern möchten, aber darauf ist er nicht eingegangen. Er hat uns nun informiert, dass er seinen Vertrag nicht verlängern möchte und dass er Borussia nach fünf Jahren verlassen will, weil er für sich den nächsten Schritt machen möchte“, wurde Eberl auf der Gladbacher Homepage zitiert.

          Hazard ist mit neun Toren und zehn Vorlagen der Gladbacher Topscorer der Saison. Die Dortmunder suchen Ersatz für den Amerikaner Christian Pulisic, der bereits für 64 Millionen Euro an den FC Chelsea verkauft ist, aber in der Rückrunde noch beim BVB spielt. Hazard kann auf beiden Außenbahnen oder als hängende Spitze eingesetzt werden. Eberl betonte, Hazard nicht unter Wert gehen lassen zu wollen: „Er hat noch einen Vertrag bei uns und in dem gibt es keine Ausstiegsklausel. Mögliche Interessenten müssen uns eine Ablösesumme bieten, die seinem Wert als herausragender Offensivspieler in der Bundesliga und Stammspieler in einer der besten Nationalmannschaften der Welt gerecht wird. Sollte es nun tatsächlich so kommen, dass Thorgan uns in diesem Sommer verlässt, dann werden wir das tun, was uns in den letzten Jahren stark gemacht hat: Dann werden wir das Geld, das wir für ihn bekommen, nutzen, um andere spannende Spieler für unsere Mannschaft zu verpflichten.“

          Wer denkt, dass schon zwei so talentierte Brüder im Weltfußball selten sind, der kennt die Hazards schlecht. Beide haben in Kylian noch einen jüngeren Bruder, der auch beim FC Chelsea spielt. Ob er allerdings in die Fußstapfen der beiden anderen tritt, ist ungewiss. Derzeit ist er von der U 23 der „Blues“ in seine Heimat an den Erstligaklub Cercle Brügge ausgeliehen – für kleines Geld.

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