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E-Mail-Affäre des DFB : Grindel und Koch suchen den Mail-Maulwurf

  • Aktualisiert am

DFB-Präsident Grindel: „Absurde Diskussion“ Bild: dpa

DFB-Präsident Grindel bezeichnet den Wirbel um den Spielort Sinsheim als „absurde Diskussion“. Gleichwohl äußert Vize Koch sein Befremden, dass ihr Mail-Verkehr öffentlich wurde.

          DFB-Präsident Reinhard Grindel hat den Wirbel um die Veröffentlichung interner E-Mails zum Austragungsort des Länderspiels gegen Peru als „absurde Diskussion“ bezeichnet. Eine Klärung der Vorfälle und Abläufe werde man innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes vorantreiben, kündigte Grindel nach dem 2:1 der Nationalmannschaft am Sonntagabend in Sinsheim an.

          „Wir haben am 2. März im Präsidium entschieden, dass wir in Sinsheim spielen, vor einem vollen Haus. Das haben wir heute gemacht. 2019 werden wir ein attraktives Euro-Qualifikationsspiel in Frankfurt abhalten. Das war auch so beabsichtigt. Von daher finde ich diese Diskussion sehr, sehr übertrieben. Alles andere besprechen wir intern, aber nicht in der Öffentlichkeit“, sagte Grindel.

          DFB-Vizechef Rainer Koch äußerte sein Befremden, dass ein E-Mailverkehr zwischen ihm und Grindel vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Samstag veröffentlicht wurde. An Spekulationen, wie die Schreiben publik werden konnten, wollte sich Koch nicht beteiligen. „Ich weiß, wer es nicht war. Meine E-Mail kam von meinem privaten Account“, sagte er. Alles andere müsse die DFB-Verwaltung klären.

          Rund um die Nationalmannschaft hatte es am Wochenende Aufregung um den Austragungsort des Testspiels gegen Peru gegeben. Angeblich soll sich Grindel gegen das vorgesehene Frankfurt ausgesprochen haben, da er die Befürchtung hegte, dass Eintracht-Ultras kurz vor der Vergabe des EM-Turniers 2024 am 27. September die deutsche Bewerbung mit Ausschreitungen oder Bengalos torpedieren könnten.

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