https://www.faz.net/-gtl-80nae

DFB-Pokalspiel gegen Dortmund : Dresden entschuldigt sich bei Reus und BVB

  • Aktualisiert am

Pokalduell in Dresden: Dynamo-Spieler Dennis Erdmann (links) und BVB-Nationalspieler Marco Reus Bild: Imago

Nicht nur die Attacke auf Marcel Reif sorgte für Trubel. Auch das verbale Nachtreten von Dresden-Spieler Dennis Erdmann gegen Marco Reus erhitzte die Gemüter nach dem Pokalspiel. Nun entschuldigt sich Dynamo beim verletzten Nationalspieler.

          2 Min.

          Dynamo Dresdens Sportdirektor Ralf Minge hat sich nach dem Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund für umstrittene Aussagen von Innenverteidiger Dennis Erdmann entschuldigt. Nationalspieler Marco Reus war am Dienstag beim 2:0-Erfolg nach einem Einsteigen von Erdmann verletzt ausgewechselt worden. Erdmann hatte erklärt, Reus sei ihm gegen das Knie gelaufen. „Ich habe früher Kreisliga gespielt, da haben wir uns kurz gerieben und weitergespielt. Ich glaube, im Bundesliga-Business ist das nicht mehr so üblich“, meinte Erdmann.

          „Das war total unbedacht von Dennis“, sagte Minge der „Welt“. „Wir haben uns beim BVB als Verein entschuldigt und Reus gute Besserung gewünscht. Das Verhalten gehört sich einfach nicht.“ Minge äußerte auch Verständnis für die heftige Kritik von BVB-Manager Michael Zorc an Erdmanns Aussagen: „Ich glaube, wir brauchen uns nicht zu beklagen. Wir haben den ersten Stein geworfen und dürfen uns deshalb nicht darüber wundern, dass vonseiten der Dortmunder so kommentiert wird.“

          Bilderstrecke

          Erdmann habe sich manchmal nicht im Griff und stehe wegen seiner Spielweise im Verein unter Beobachtung. Reus hatte sich bei der Attacke einen Bluterguss im linken Oberschenkel zugezogen. Offen ist noch, ob er bis zum Spiel am Samstag beim Hamburger SV (15.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) wieder zur Verfügung steht.

          Am Donnerstag hatte Zorc mit scharfen Worten auf Aussagen von Erdmann reagiert. „Die Aussagen von Erdmann sind eine Unverschämtheit“, sagte Zorc der „Welt“. „Der tritt ihn vom Platz, obwohl der Ball überhaupt nicht in der Nähe war. Solch ein Spieler hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen, nicht mal in der Kreisklasse“, betonte der Dortmunder Manager.

          Erdmann hatte sich auch noch mit dem zweifachen Torschützen Ciro Immobile duelliert. „Ich habe ihm ein paar Sprüche gedrückt, ihn ein bisschen malträtiert, wie das halt so im Fußball ist. Hätte er mich geschlagen, hätte ich mich natürlich fallen lassen.“ Laut Zorc habe Erdmann Immobile gleich in der ersten Minute „eine Backpfeife gegeben. Es gibt Spiele, in denen der Kampf im Vordergrund steht. Ich habe nichts gegen gesunde Härte. Aber wir müssen dahin kommen, dass unsere Kreativspieler besser geschützt werden“, forderte Zorc.

          Auch abseits des Spielfeldes hatte die Pokalpartie in Dresden am Dienstag für Aufregung gesorgt. TV-Kommentator Marcel Reif war von mutmaßlichen BVB-Fans verbal attackiert worden und hatte einen Bierbecherwurf über sich ergehen lassen müssen. Danach hatte Reif BVB-Coach Jürgen Klopp wegen dessen Äußerungen nach dem Derby gegen Schalke eine Mitschuld an diesen Vorkommnissen gegeben. Klopp entschuldigte sich anschließend indirekt bei dem Fernsehreporter.

          Weitere Themen

          Hellmann will Berufung gegen Uefa-Strafe prüfen

          Eintracht auswärts ohne Fans : Hellmann will Berufung gegen Uefa-Strafe prüfen

          Die Uefa bestraft Eintracht Frankfurt für das Fehlverhalten einiger Fans. In den beiden verbleibenden Auswärtspartien der Europa-League-Gruppenphase müssen die Frankfurter auf ihre Anhänger verzichten. Vorstandsmitglied Axel Hellmann will die Verurteilung prüfen lassen.

          Salutieren in der Kreisliga

          Politisch motivierter Torjubel : Salutieren in der Kreisliga

          Die Fußball-Landesverbände drohen angesichts der „politischen Botschaft“ des Salut-Jubels mit Geldbußen, Punktabzügen, Sperren. Auch in der Bundesliga haben die Vereine ihre Spieler „sensibilisiert“.

          Topmeldungen

          Ruinerwold in Aufruhr : Polizei nimmt auch Vater der isolierten Familie fest

          Fassungslos reagieren die Einwohner des niederländischen Dorfes Ruinerwold auf die mutmaßliche Freiheitsberaubung einer ganzen Familie zu der immer mehr Details ans Licht kommen. Nun hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen verhaftet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.