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Double-Gewinner Bayern München : Die Elite-Institution zeigt es dem Entwicklungs-Standort

Als wäre das Stadion nicht leer: Die Münchner Freude mit dem fliegenden Trainer Hansi Flick nach dem Geisterfinale. Bild: AP

Beim Pokalsieg gegen Leverkusen zeigt der FC Bayern, wie sich Elite-Institution und Entwicklungs-Standort unterscheiden. Doch zwei Spieler bereiten Sorgen.

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          Der Ort, der sonst für große Gefühle steht, bot am Samstagabend auch Raum für nachdenkliche Töne. Bevor Fritz Keller, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dem alten und neuen Pokalsieger die Trophäe überreichte, ergriff er das Wort und erinnerte im fast leeren Berliner Olympiastadion an die besonderen und – hoffentlich – einmaligen Umstände dieser Saison. „Dieser Pokalwettbewerb“, sagte Keller, „wird in die Geschichte eingehen, und das nicht nur, weil es ein Viertligist ins Halbfinale geschafft hat. Es tut mir so wahnsinnig leid, dass ihr heute keine Zuschauer gehabt habt. Das ist etwas, das ich wahnsinnig vermisse und ihr auch.“

          Angesichts der Umstände in Corona-Zeiten müsse man aber „dankbar“ sein, überhaupt hier stehen zu dürfen. Auch Thomas Müller hielt einen Moment inne. „Es ist auch ein bisschen ein trauriger Moment“, sagte er nach seinem sechsten gewonnenen Pokalfinale über eine Siegerehrung, bei der die Sieger fast unter sich waren. In der Bundesliga habe man sich ja einigermaßen an die Leere in den Stadien gewöhnt. Aber in einem Endspiel? Das schien dem volkstümlichsten unter den Bayern-Profis vorzukommen wie ein Volksfest ohne Volk.

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