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Dortmunder Uefa-Pokal-Aus : Lob, Stolz und ein Schönheitsfehler

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Am Ende fehlte Borussia Dortmund in Udine nur eine Fußspitze zum Weiterkommen Bild: AFP

Bei Borussia Dortmund hält sich der Frust nach dem unglücklichen Ausscheiden im Uefa-Pokal in Grenzen. Der Grund: Die Leistung in Udine erinnerte an gute alte Zeiten. Und Trainer Klopp glaubt sogar, dass die Niederlage dem BVB entscheidend weiterhilft.

          Sie schlichen gesenkten Hauptes und tieftraurig vom Platz, doch ihren Trainer Jürgen Klopp erfüllten die Profis von Borussia Dortmund mit Zufriedenheit und Stolz. Klasse gespielt, die Heim-Niederlage egalisiert, aber im Elfmeterschießen 3:4 gescheitert - das Erstrunden-Aus im Uefa-Pokal gegen Udinese Calcio war für die Schwarz-Gelben einfach nur bitter. „Es sollte nicht sein. Wir haben's gedreht, aber eben nicht endgültig“, sagte Klopp. „Ich bin sehr stolz auf das, was wir heute abgezogen haben.“

          Ausgerechnet Tamas Hajnal, der sein Team vor 11.000 Zuschauern mit zwei Toren (45. Minute/90.+2) in die Verlängerung gerettet hatte, versagten als erstem Schützen im „Shootout“ die Nerven. „Ich kann da keine Tragik erkennen. Denn dieses Spiel hat auch dem Letzten gezeigt, dass wir willens sind, für Siege zu kämpfen“, meinte Klopp mit höchster Anerkennung für den großartigen 165. Europapokal-Auftritt seiner Elf.

          „Im Hinspiel haben wir uns dämlich angestellt“

          „So kurz vor dem Ziel zu stehen und dann zu scheitern - das ist sehr bitter“, sagte Hajnal zu seinem Missgeschick vom Elfmeterpunkt, das auch Jakub Blaszczykowski widerfuhr. Und nach der sechsten Partie binnen 20 Tagen trauerten alle Beteiligten der Begegnung in Dortmund hinterher. „Im Hinspiel haben wir uns in vielen Situationen dämlich angestellt. Das hat den Ausschlag gegeben“, blickte BVB-Kapitän Sebastian Kehl auf das 0:2 im eigenen Stadion zurück - und direkt wieder nach vorn: „Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg. Heute konnte man der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

          Frustrierte BVB-Profis ...

          Das tat auch niemand, obwohl Klopp festhielt, „dass wir einen Fuß in der Tür hatten und nur noch durchgehen mussten“. Doch in der Elfmeter-Lotterie zogen die Westfalen zwei Nieten, die sich nach Klopps Ansicht irgendwann als Hauptgewinn entpuppen sollen. „Wir werden für das, was wir investiert haben, im Lauf dieses Jahres belohnt werden“, sagte der 41-Jährige und machte seiner Elf Mut für die Aufgaben in der Bundesliga und im DFB-Pokal.

          Kehl: „Unglaubliche Energieleistung“

          Mit dem von Klopp initiierten „Vollgas-Fußball“ trumpften die Borussen beim italienischen Meisterschaftsdritten auf wie in guten Zeiten. „Wir haben auf international hohem Niveau einer Mannschaft mächtig die Leviten gelesen“, analysierte Klopp und schimpfte auf den Schiedsrichter-Assistenten, der einem Tor von Alexander Frei (51.) wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte: „Das war nicht die einzige Szene, in der er überfordert war.“

          Am Ende erhoben die BVB-Profis wieder ihr Haupt - trotz des frühen Ausscheidens nach fünfjähriger internationaler Abstinenz. „Wir sind mit einer unglaublichen Energieleistung zurückgekommen und gemeinsam da durchgegangen“, befand Sportdirektor Michael Zorc anerkennend.

          „Jeder hat gesehen, dass wir uns positiv entwickelt haben“, sagte Kehl. Und bedauerte zugleich, dass das Udine-Spiel der letzte Saison-Auftritt auf dem großen Fußball-Parkett war: „Leider dürfen wir diese Entwicklung in Europa jetzt nicht mehr unter Beweis stellen.“

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