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DFB-Team in der EM-Quali : Große Fortschritte und ein offener Kampf

Voll fokussiert: Bundestrainer Löw sieht den kommenden Aufgaben gelassen entgegen Bild: Reuters

Bei nur einem Training vor dem Länderspiel gegen Irland verzichtet Bundestrainer Löw auf große Veränderungen in der Startaufstellung. Lediglich auf einer Position ist noch unsicher, wer Nachfolger eines Weltmeisters wird.

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          Die deutsche Nationalmannschaft wird mit nur einem einzigen Training in das Länderspiel gegen Irland am Donnerstag (20.45 Uhr / Live bei RTL und im Länderspielticker auf FAZ.NET) gehen, das mit einem Sieg die endgültige Qualifikation für die Europameisterschaft bringen soll. Bundestrainer Joachim Löw hält die Ausgangsposition zwar für „ein bisschen ungewöhnlich“, aber angesichts der guten Auftritte im Vormonat gegen Polen (3:1) und Schottland (3:2) und der wieder ausgeprägteren Automatismen.

          Michael Horeni
          Fußballkorrespondent Europa in Berlin.

          „Ich bin überzeugt, dass wir auch mit nur einer Trainingseinheit eine gute Leistung zeigen“, sagte der Bundestrainer in Dublin. Es sei aber nach den schweren Begegnungen für zahlreiche Nationalspieler am Sonntag mit den Duellen zwischen Bayern und Dortmund, Arsenal und Manchester United sowie zwischen Atletico und Real Madrid für ihn erkennbar gewesen, dass der eine oder andere Spieler „noch einen Tag mehr Regeneration braucht“.

          Chance statt Problem

          Löw kündigte an, sein Team nicht oder nur kaum nach den beiden Siegen im September zu verändern. Den größten Testbedarf mit Blick auf die EM 2016 aber auch auf die Weltmeisterschaft 2018 sieht der Bundestrainer auf der rechten Verteidigerposition. Auf der linkten Seite bescheinigte er Jonas Hector in dieser Saison große Fortschritte, was einen dauerhaften Einsatz des Kölners nahelegt. Der Kampf um die Nachfolge von Philipp Lahm ist dagegen völlig offen. Der Bundestrainer hat seit dem Titelgewinn in Brasilien den Hoffenheimer Sebastian Rudy sowie Emre Can vom FC Liverpool getestet – und nun spielt auch Weltmeister Matthias Ginter in Dortmund auf der nationalen vakanten Position.

          „Das sind junge Spieler, die noch lernen und Erfahrung sammeln müssen. Sie brauchen noch ein bisschen, bis sie auf das höchste Niveau kommen“, sagte Löw. „Ich sehe das aber nicht als Problem, sondern als Chance, einige Dinge zu testen. Im nächsten Jahr, wenn wir in der Vorbereitung wieder mehr Zeit haben, werden wir Dinge auch wieder zur allgemeinen Zufriedenheit lösen.“

          Fußball-Nationalmannschaft : Deutschland will letzten Schritt zur EM in Frankreich machen

          In Dublin erwartet der Bundestrainer einen defensiven und leidenschaftlichen Gegner, der alles daran setzen werde, die letzte Chance auf die Qualifikation zu nutzen. In den vergangenen fünf Duellen in Löws Amtszeit war es den Deutschen nur zweimal gelungen, die Iren deutlich (6:1 und 3:0) zu schlagen. Ansonsten waren es hart umkämpfte Spiele. Im Hinspiel hatte es nur zu einem 1:1 gereicht. Löw erwartet daher wieder einen „Abnutzungskampf“ – aber auch einen Sieg.

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