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Frankfurt steht im Halbfinale : Die magische Nacht der Eintracht

Erzielte das entscheidende Tor: Eintracht-Profi Sebastian Rode Bild: Reuters

Mit einer furiosen Leistung hat Frankfurt doch noch das Halbfinale der Europa League erreicht. Nach der Hinspiel-Niederlage gelingt gegen Benfica Lissabon nun ein 2:0-Erfolg. Doch die Eintracht hat dabei auch großes Glück.

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          Ein magischer Fußball-Abend, eine mitreißende Choreographie, eine prickelnde Atmosphäre – und ein Ergebnis wie gemalt für die Eintracht. 2:0 siegten die Frankfurter am Donnerstagabend in einem hoch emotionalen Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Benfica Lissabon. Damit steht die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, die sich in der Vorwoche noch den Portugiesen 2:4 geschlagen geben musste, im Halbfinale dieses zweitwichtigsten europäischen Wettbewerbs.

          Europa League

          Gegner der beiden Spiele am 2. und 9. Mai – das erste Halbfinale findet in Frankfurt statt – wird der FC Chelsea sein. Die Londoner, die schon ihr erstes Viertelfinale gegen Slavia Prag 1:0 gewonnen hatten, setzten sich zu Hause in England im zweiten Spiel 4:3 durch. Für die Eintracht ist das Weiterkommen gegen Benfica der größte Erfolg der Vereinsgeschichte seit 39 Jahren. Letztmalig stand eine Frankfurter Mannschaft 1980 im Halbfinale dieses Wettbewerbs. „Es ist unfassbar, diese pure Freude. Hier wird einiges passieren heute, da bin ich mir sicher“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic. „Jetzt haben wir Chelsea vor der Brust, es geht nicht härter. Es macht uns stolz, dass wir Deutschland als einziges Team vertreten.“

          Sie hatten es versprochen – und sie haben Wort gehalten. Wieder gab es zur Einstimmung auf einen magischen Fußball-Abend eine mitreißende Choreographie. Schnell war erkennbar: Am Donnerstag ging es darum, im alles entscheidenden Viertelfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon ein klares Bekenntnis zu Europa abzugeben. „Im Herzen von Europa“, stand auf der Gegentribüne in riesigen Lettern zu lesen. Garniert mit den Zeilen, die jeder kennt, der mit der Eintracht sympathisiert: „Eintracht vom Main, nur du sollst heute siegen, weil wir dich alle lieben.“ Eine Botschaft, die lautstark und Fähnchen schwenkend riesigen Anklang in der ausverkauften Arena fand. „Es war heute eine unglaubliche Stimmung“, sagte Torschütze Rode nach dem Spiel. „Die ganze Mannschaft hat es hervorragend gemacht. Die Fans haben uns unglaublich gepusht.“

          Im Herzen von Europa – da möchten die Frankfurter Fußballspieler in dieser Saison noch länger bleiben. Doch dafür mussten sie die Hürde Benfica nehmen. Eine schwere, eine herausfordernde Aufgabe, denn Eintracht-Trainer Adi Hütter musste auf einen seiner besten Spieler verzichten. Verteidiger Martin Hinteregger, am Sonntag beim Wiedersehen in der Bundesliga mit den alten Kameraden vom FC Augsburg am Oberschenkel verletzt und schon nach 26 Minuten aus der Partie genommen, musste passen. Kein Einsatz für den Österreicher gegen Lissabon. Hütter brachte erwartungsgemäß Simon Falette in die Startelf – und der Franzose bedankte sich mit einer höchst couragierten Leistung. Als linker Verteidiger ließ der zuletzt in vier Europa-League-Spielen erprobte Falette gegen die Portugiesen auf seiner Seite nichts zu und besaß im Gegenteil sogar immer wieder die Freiheit, sich in die Angriffe seiner Mannschaftskollegen einzuschalten.

          Gemeinsam für ihr Team: Die Frankfurter Fans zeigten zum Spielbeginn abermals eine sehenswerte Choreographie.

          In der achten Minute hätte einer dieser Angriffe mit etwas mehr Fortüne sogar zur Frankfurter Führung führen können. Doch dem Schuss von Filip Kostic fehlte es an Schärfe. Zwei Minuten später war es abermals der agile, kaum zu bremsende Serbe, der den ersten Eckstoß für die Eintracht herausholte. Als die Zuschauer kurz darauf auf den Videowürfel schauten,  bekamen sie das zwischenzeitliche 2:0 des FC Chelsea gegen Slavia Prag zu sehen. Die Londoner, die schon das Hinspiel in der tschechischen Hauptstadt vor einer Woche 1:0 gewonnen hatten, nahmen also zielstrebig Kurs auf das Halbfinale. Auf die beiden Begegnungen also, in denen sie sich am 2. Mai und 9. Mai mit der Eintracht messen müssen.

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