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Angriffe auf Schiedsrichter : „Soziale Konflikte brechen auf dem Fußballplatz durch“

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Signalfarbe Rot: Nach Platzverweisen rasten immer mal wieder Spieler oder Zuschauer aus. Bild: dpa

Auf deutschen Sportplätzen werden jedes Wochenende 80.000 Fußballspiele ausgetragen. Fast alle ohne besondere Vorkommnisse. Doch die Zahl der Übergriffe steigt, wie aktuelle DFB-Zahlen belegen.

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          Die zunehmenden Klagen von Schiedsrichtern über verbale und körperliche Angriffe spiegeln sich nun auch in Zahlen wider. In der abgelaufenen Saison 2018/2019 kam es zu 2906 Angriffen auf Unparteiische im Amateurfußball, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) an diesem Dienstag in Frankfurt/Main mit. In der Spielzeit davor waren es 2866. Trotz immer wiederkehrender Ausschreitungen mussten aber in der vergangenen Saison nur 0,05 Prozent der Spiele abgebrochen werden.

          „Wir müssen erstmals einen leichten Anstieg von Fällen verzeichnen, bei denen Schiedsrichter angegriffen wurden. Und das, obwohl gegenüber der Vorsaison knapp 50.000 Spiele weniger absolviert wurden“, erklärte Ronny Zimmermann, DFB-Vizepräsident Schiedsrichter. „Soziale Konflikte brechen auf dem Fußballplatz durch. In der Gesellschaft müssen wir insgesamt registrieren, dass vermehrt Ordnungsinstanzen angegriffen werden, man denke etwa an Rettungskräfte oder Polizeibeamte.“

          Der DFB führe derzeit eine bundesweite Umfrage unter Schiedsrichter-Obleuten und -Lehrwarten durch, um besser zu verstehen, wie man Schiedsrichter gerade in den unteren Klassen noch besser schützen könne.

          Von den insgesamt rund 1,5 Millionen Fußballspielen in Deutschland in der abgelaufenen Saison wurden 1,3 Millionen über den Spielbericht des Schiedsrichters ausgewertet. Die Referees melden im Onlinebericht auch Gewalt- oder Diskriminierungsvorfälle, die nicht zu einem Spielabbruch führten.

          „Der Spielbetrieb in Deutschland mit bis zu 80.000 Spielen am Wochenende läuft weitgehend störungsfrei. Nur in einem sehr geringen Teil aller absolvierten Spiele meldeten die Unparteiischen in der vergangenen Saison eine Störung im Sinne des Lagebilds“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Alle Zahlen beziehen sich auf Spiele von der Regionalliga abwärts, auch bei Frauen und in der Jugend.

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