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DFB-Team und Menschenrechte : Schaubild mit Spielraum

Weiß auf schwarz: Einsatz des DFB-Teams für die Menschenrechte Bild: AP

Elf Spieler, elf Lettern: Die deutschen Nationalspieler machen beim Auftakt der WM-Qualifikation mit Blick auf Qatar Eindruck, doch die Fußball-Realität bleibt doppelbödig.

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          Als Abteilung Defensive ist Uli Hoeneß nicht bekannt geworden. Und so war es keine Überraschung, dass er auch am Donnerstagabend aus einer Situation, die verzwickt schien, diesen Ausweg fand: nach vorn. Als Hoeneß in seiner Rolle als Fernsehexperte nach dem Länderspiel gegen Island auf die T-Shirt-Aktion der deutschen Fußball-Nationalspieler angesprochen wurde, war das Dilemma durch die Mattscheibe hindurch zu spüren: Es einerseits zu begrüßen, dass „mündige Spieler“, wie Hoeneß sagte, Stellung beziehen, andererseits aber auch zu wissen, dass sie mit ihrer Botschaft, die sich recht unverblümt an das Emirat Qatar richtete, ein schwieriges Terrain betreten. Eines auf dem Ehrenpräsident Hoeneß und sein FC Bayern schon seit Jahren anderweitig unterwegs sind, mit Trainingslagern und Sponsorenpartnerschaften.

          Fußball-Länderspiele
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Hoeneß wusste natürlich um den Dreh, den es jetzt brauchte: die positiven Effekte einer sanften Einflussnahme durch Präsenz und Dialog, jener „Wandel durch Annäherung“, wie Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das kürzlich mit einer ganz unbescheidenen Anleihe (so sie denn bewusst war) bei Willy Brandt genannt hatte. Als Spin Doctor drehte Hoeneß diese Argumentation so weit, dass man das Gefühl bekommen konnte, die Bayern haben sich überhaupt nur mit Qatar verbunden, um die Menschenrechtslage dort zu verbessern, und nicht etwa aus monetären Motiven. Es war bloß ein Schlaglicht, das aber etwas von der Doppelbödigkeit aufschimmern ließ, auf der der Fußball – und nicht nur der – unterwegs ist. In Qatar, aber auch anderswo.

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