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DFB-Team vor EM 2020 : Der Zauber lässt sich nicht zurückholen

  • -Aktualisiert am

Manuel Neuer (rechts, mit Per Mertesacker) war 2010 dabei, als Deutschland bei der WM Argentinien mit 4:0 besiegte. Bild: Picture-Alliance

Vor der EM 2020 sollen bei der DFB-Elf die Kräfte von 2010 reanimiert werden. Die Analogie liegt auf der Hand. Wie damals wurde die Auswahl verjüngt, Hierarchien wurden aufgebrochen. Doch so leicht ist das nicht.

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          Manuel Neuer hat am Samstag einen Blick in die Zukunft geworfen, der die Freunde der Nationalmannschaft an diesem kalten Novemberabend mit der Wärme süßer WM-Nächte erfüllt haben muss. „Wir befinden uns ein bisschen in einer Position wie vielleicht 2010“, sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft nach dem 4:0 gegen Weißrussland, mit dem die Teilnahme an der Europameisterschaft im kommenden Sommer gesichert wurde. 2010 ist eine magische Zahl in der Historie der Nationalmannschaft, vielleicht sogar zauberhafter als das WM-Titeljahr 2014. Denn beim Weltturnier 2010 weckte die DFB-Elf nicht nur Respekt und Ehrfurcht bei den Gegnern, sie entfachte Begeisterung. Die Erfolge gegen Australien (4:0), England (4:1) und Argentinien (4:0) atmeten den Geist des Revolutionären.

          Der von Michael Ballack verkörperte Führungsspielerfußball, in dessen Konzept zwei, drei autoritäre Chefs eine Richtung vorgeben, der alle anderen zu folgen haben, war der Idee flacher Hierarchien gewichen. Das befreite und schuf den Raum zur Entfaltung neuer junger Spieler um die 20 Jahre, die sich an der großen WM-Bühne berauschen konnten: Boateng, Hummels, Özil, Müller, Khedira, Kroos. Und natürlich Neuer, der aber eigentlich wissen müsste, dass sich die damalige Situation eher nicht mit den gegenwärtigen Zuständen vergleichen lässt.

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