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Niedergang des DFB-Teams : Beziehung in der Krise

Sorgen in der Pandemiezeit: Bundestrainer Joachim Löw Bild: dpa

Der allgemeine Trend im deutschen Fußball ist eindeutig: Die enge Bindung zwischen den Fans und der wichtigsten Mannschaft des Landes droht sich aufzulösen. Aus gutem Grund.

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          Es war nur eine Randnotiz, dass Oliver Baumann beim Spiel gegen Tschechien nicht mehr im deutschen Kader stand. Denn normalerweise, und auch mit Blick auf die Europameisterschaft im kommenden Sommer, gehört der Torwart der TSG Hoffenheim nicht zur ersten Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw. Aber eben nur normalerweise. Doch im November der Pandemie kann von Normalität nirgendwo mehr die Rede sein, auch nicht auf den Sportplätzen quer durch Europa. Baumann musste direkt zurück zu seinem Klub und dort mit der gesamten Mannschaft in Quarantäne.

          Hoffenheim hatte vor einer Woche in der Europa League gegen Slovan Liberec gespielt. Die Tschechen hatten auf 15 Spieler wegen Corona verzichten müssen. Die Pandemie bahnt sich, auf welchen Wegen auch immer, unaufhaltsam ihren Weg auch durch die Mannschaften des internationalen Profisports. Bei den Fußball-Testländerspielen traten daher unter der Woche viele Nationalteams wegen Corona-Erkrankungen ihrer Spieler – und wegen der hohe Belastungen aufgrund der dicht gedrängten nationalen Corona-Spielpläne – nur mit einer B- oder C-Auswahl an. Bundestrainer Löw tat dies beim 1:0-Sieg gegen Tschechien ebenfalls, aus leicht nachvollziehbaren Gründen.

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