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Jonas Hector : Ein klassischer Spätzünder

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„Ich kann es noch gar nicht richtig fassen“: Jonas Hector Bild: dpa

Vor fünf Jahren war er weit weg vom Profifußball. Erst vergangene Saison schaffte Jonas Hector in der zweiten Liga in Köln seinen Durchbruch. Nun ist der linke Außenverteidiger in der Nationalelf angekommen.

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          Jonas Hector machte aus seiner Verwunderung keinen Hehl. „Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, dass ich jetzt zum ersten Mal für die Nationalmannschaft nominiert bin“, sagte der Fußballer vom Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Am Freitag wurde der 24 Jahre alte Saarländer von Bundestrainer Joachim Löw überraschend in den Kader für die Länderspiele gegen Gibraltar und in Spanien berufen.

          Hector, der seine bisher erst zehn Bundesliga-Partien auf der linken Abwehrseite bestritten hat, gilt als klassischer Spätzünder. Beim SV Auersmacher nahe der franzöischen Grenze entging er lange den Talentscouts der Bundesligisten und auch den Spähern für deutsche Junioren-Nationalmannschaften.

          Erst als 20-Jähriger verpflichtete ihn der 1. FC Köln für seine Regionalliga-Auswahl, in der vergangenen Saison schaffte er den Durchbruch im Zweitliga-Team. „Wenn mir vor fünf Jahren einer gesagt hätte, dass ich mal als Stammspieler im Profifußball landen würde, hätte ich ihn für bekloppt erklärt“, erzählte Hector nach dem Kölner Aufstieg im April.

          Mit der Nominierung von Hector beweist Löw einmal mehr seine Experimentierfreudigkeit. Erik Durm feierte am 1. Juni 2014 gegen Kamerun nach 19 Bundesliga-Einsätzen für Borussia Dortmund sein Länderspiel-Debüt und wurde von Löw für den WM-Kader nominiert.

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