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Kritik vom Bundestrainer : Löw, Keller und der Weihnachtsfrieden

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„Den (Weihnachtsfrieden) haben wir schon längst gemacht“: DFB-Präsident Fritz Keller (links) und Joachim Löw (Bild von 2019) Bild: Picture-Alliance

Joachim Löw hatte sich zuletzt über die Indiskretionen beim DFB beklagt. Dabei waren Unstimmigkeiten zwischen Fritz Keller und ihm nach außen gedrungen. Nun berichtet der Präsident von einem Gespräch mit dem Bundestrainer.

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          DFB-Präsident Fritz Keller hat nach eigenen Angaben mit Bundestrainer Joachim Löw seinen Weihnachtsfrieden gemacht. Im Zuge der Zustandsanalyse der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem 0:6-Debakel gegen Spanien waren Unstimmigkeiten zwischen dem Verbandschef und dem DFB-Chefcoach nach außen gedrungen. Das DFB-Präsidium hatte sich aber dann doch einmütig darauf verständigt, mit dem 60-jährigen Löw in die EM im kommenden Sommer zu gehen.

          „Den (Weihnachtsfrieden) haben wir schon längst gemacht. Wir haben miteinander geredet und gucken nach vorne – in jeder Beziehung. Und Kritik muss sein“, sagte Keller (63) im NDR-2-Bundesligashow-Podcast.

          Löw hatte sich Anfang vergangener Woche bei einer Pressekonferenz über Indiskretionen bis hinauf in die DFB-Spitze beklagt. Er sprach dabei von „Explosionsgefahr“ bei ihm. Keller wollte ihn angeblich zu einem Rückzug nach der Europameisterschaft drängen, obwohl Löws Vertrag noch bis nach der Winter-WM 2022 läuft. „Intern muss immer kritisiert werden, intern muss alles angesprochen werden, um dann aber zukunftsorientiert den besten Weg zu finden“, äußerte Keller nun.

          Der Verbandschef geht persönlich mit diesem DFB-Vorsatz in das neue Jahr. „Einfach vielleicht ein bisschen mehr zusammenzurücken und die Umstrukturierungen hinzukriegen in einen noch moderneren Verband: Das ist das, wofür ich hierhergeholt worden bin, um hier auch eine neue Kultur hineinzubekommen“, sagte Keller im NDR. „Das kriegen wir auch hin“, fügte er zuversichtlich hinzu. „Wenn wir in etwas ruhigere Fahrwasser sowohl sportlich wie auch kommunikativ kommen könnten, wäre mir das sehr, sehr angenehm“, sagte Keller beim Ausblick auf 2021.

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