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DFB-Präsident im Gespräch : „Wir haben kein Recht, ein AfD-Mitglied auszuschließen“

Klare Linie: Der DFB soll sich nicht nach den täglichen Stimmungen und Schlagzeilen ausrichten. Bild: Picture-Alliance

Der DFB soll eine nachhaltige Rolle in unserer Gesellschaft spielen, findet Präsident Fritz Keller. Im Interview spricht er über politische Proteste im Stadion, eine aus dem Takt geratene Nationalelf und die WM in Qatar.

          8 Min.

          Wie soll man den DFB von außen sehen, sobald Sie als Präsident Ihre Vorstellungen umgesetzt haben?

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der DFB soll nicht populistisch sein und seine Haltung nicht nach täglichen Stimmungen und Schlagzeilen ausrichten. Der DFB muss eine nachhaltige Rolle spielen und einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Er muss für klare Werte stehen. Wir überarbeiten gerade unser Leitbild und werden es demnächst im Präsidium verabschieden, darin sind diese Aspekte berücksichtigt. Wir dürfen keine Angst haben, auch mal eine unbequeme Rolle zu übernehmen. Wir müssen Werte leben, an denen sich 7,2 Millionen Mitglieder orientieren können. Deswegen ärgert mich, auf das Thema Nachhaltigkeit bezogen, auch der Kurzstreckenflug unserer Nationalelf. Da verlieren wir an Glaubwürdigkeit bei einem sehr wichtigen Thema, vor allem bei der jungen Generation. Und wir verlieren einen Führungsanspruch, den wir im Fußball haben wollen.

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