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DFB-Präsident Fritz Keller : „Glauben Sie mir: Wir gehen’s an!“

„Führung par ordre du mufti funktioniert im 21. Jahrhundert nicht: Fritz Keller, 63 Jahre alt, steht seit September 2019 an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes. Bild: Picture-Alliance

Wie Präsident Fritz Keller den DFB verändern will – ein Gespräch über gleiche Prämien für Frauen, altes Denken im Verband – und eine Nationalmannschaft, die Kurzstrecke fliegt.

          6 Min.

          Bei Ihrem Amtsantritt vor einem Jahr haben Sie von der Notwendigkeit einer Generalinventur beim DFB gesprochen. Können Sie nach der Inventur sagen, wofür der DFB heute steht oder wofür er stehen soll?

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Bei einer Inventur im Weinkeller geht es darum, herauszufinden, wo die Flaschen sind, die man noch liegenlassen kann; welche diejenigen sind, die man öffnen muss; und wo die Ungenießbaren lagern. Übertragen auf den DFB kommen wir auf diesem Weg gut voran. Mit Abschluss wird es dazu einen Generalbericht geben. Intern aber hat manches schon gewirkt. Wir haben beim DFB mittlerweile so starke Compliance-Regeln, wie ich sie aus der Wirtschaft nicht kenne. Das ist auch wichtig vor dem Hintergrund unserer Historie. Wir müssen Vertrauen zurückgewinnen. Zugegeben: Auf unserem Weg der Veränderung geht auch mal was schief. Aber das lässt sich bei so einem Reformprozess, bei dem wir täglich hinzulernen und auch Mut haben müssen, Fehler zu machen, zu denen wir dann stehen, nicht verhindern.

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