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DFB-Pokal : Zwei Kleine besiegen zwei Größere

  • Aktualisiert am

Zebras schlagen Teufel: Duisburg mit Torschütze Benjamin Kern steht im Halbfinale Bild: REUTERS

Die Pokalgesetze greifen: Der MSV Duisburg hat den 1. FC Kaiserslautern im Viertelfinale des DFB-Pokals besiegt. Und auch Energie Cottbus hat das Duell zwischen Zweit- und Erstligaverein für den Außenseiter entschieden.

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          Die Außenseiter Energie Cottbus und MSV Duisburg sind überraschend ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Zweitligist Cottbus bezwang am Mittwoch Bundesligaklub TSG Hoffenheim verdient mit 1:0 (0:0). Der MSV feierte dank einer souveränen Leistung einen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern steht erstmals seit 13 Jahren wieder im Halbfinale. Cottbus zog zum zweiten Mal nach 1997 in das Halbfinale des DFB-Pokals ein.

          Vor 15.220 Zuschauern im Cottbuser Stadion der Freundschaft erzielte der Chinese Jiayi Shao in der 84. Minute den entscheidenden Treffer. Für Hoffenheim konnte auch Neuzugang Ryan Babel, der vom FC Liverpool geholt wurde, nichts bewirken. Nach schöner Vorarbeit von Jules Reimerink machte Einwechselspieler Shao den verdienten Cottbuser Erfolg perfekt. Der Zweiligaklubt, der in dieser Pokal-Spielzeit mit Freiburg und Wolfsburg bereits zwei Oberhaus-Vertreter eliminiert hatte, ließ sich von Beginn an auch vom ersten Auftritt des Sieben-Millionen-Manns Babel nicht beeindrucken.

          Babel spielt sofort

          Energie-Kapitän Marc-André Kruska setzte als klares Signal gleich einen 30-Meter-Knaller nur knapp neben das Hoffenheimer Tor (4.). Auch mutige Versuche von Emil Jula (6. und 27.) und dem jungen Alexander Bittroff (22.), der den Ball nach Fehler von Andreas Ibertsberger auf das Netz des 1899-Tores hob, scheiterten. Und als TSG-Keeper Tom Starke schon geschlagen war, klärte Isaac Vorsah gegen Jula noch kurz vor der Linie (41.).

          Auch mit Babel (l., mit Ziebig) wachsen die Hoffenheimer Bäumee nicht in den Himmel: Die TSG von 1899 verliert in Cottbus

          Der niederländische Nationalspieler Babel war nur wenige Stunden nach seiner Verpflichtung mit dem Hoffenheimer Team in die Lausitz gereist. Trainer Marco Pezzaiuoli stellte den 24 Jahre alten Offensivmann dennoch gleich in die Startelf, auch weil Vedad Ibisevic gesperrt fehlte. Mit schnellen Antritten auf dem rechten Flügel deutete er seine Fähigkeiten an. Insgesamt wirkten die Gastgeber in den Zweikämpfen aber aggressiver und entschlossener.

          Sippel sieht bei MSV-Toren schlecht aus

          In Duisburg sorgten Branimir Bajic (36. Minute) und Goran Sukalo (58.) vor 22.917 Zuschauern gegen völlig enttäuschende Pfälzer für den insgesamt sechsten Einzug der Duisburger in die Runde der besten Vier. Bei beiden MSV-Treffern machte Gäste-Keeper Tobias Sippel keine gute Figur.

          Für die Lauterer gab es zumindest vor dem Anpfiff eine gute Nachricht. Stürmer Srdjan Lakic soll nicht in der Winterpause abgegeben werden. „Lakic bleibt auf jeden Fall“, sagte der FCK- Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz. Der 27-jährige Kroate war unter anderem mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht worden. (Statistik und Mannschaftsaufstellungen )

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